Solana: Felsarchitektur, Flusstäler und Geschichte
Felsarchitektur und historische Orte
Solana eröffnet den Blick auf eine ungewöhnliche Kulturlandschaft im Umfeld von Pesoz. In Argul ruhen die Steingebäude auf dem natürlichen Fels und sind durch Galerien und Tunnel miteinander verbunden. In der Casa de Vilar befindet sich dort ein etwa 20 Meter langer Tunnel. Ebenfalls in Argul steht die Capilla de San Antonio auf dem Fels; sie besitzt einen barocken Altaraufsatz.
Im Grenzgebiet der Gemeinden Pesoz und San Martín de Oscos liegt das Castro de San Isidro. Die kreisförmige Wallburg weist mehrere Gräben und aufrecht stehende Verteidigungssteine auf. In der Umgebung von Solana liegt außerdem A Paicega, eine verlassene Arbeitersiedlung aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die im Zusammenhang mit dem Bau der Talsperre von Salime entstand. Dort sind Kasernen, die als Wohnungen eingerichtet wurden, eine der Virgen de La Luz geweihte Kirche und Reste der Seilbahn erhalten. Von der Siedlung führen Ausblicke in die Schlucht des Flusses Navia.
In der Gemeinde Pesoz steht das Castillo de Pesoz als mittelalterlicher Turm neben der Kapelle San Andrés, innerhalb der Einfriedung des ehemaligen Palacio de los Ron. Der Palacio besitzt vier Flügel um einen zentralen Innenhof sowie eine Hauptfassade mit zwei quadratischen Ecktürmen. Südlich von Solana liegt in 3 km Entfernung die Iglesia de Santiago. Ihre Ursprünge sind romanisch, außerdem bewahrt sie mehrere barocke Kunstwerke aus dem 18. Jahrhundert.
Flüsse, Aussicht und regionale Kultur
Am Ufer des Flusses Agüeira bietet das Área Recreativa del Río Agüeira in der Gemeinde Pesoz einen großen Rastplatz mit Bademöglichkeiten. An der Straße AS-12 liegt das Área Recreativa de Boulón. Es dient zugleich als Aussichtspunkt mit Blick auf das als Kulturgut geschützte Dorf Argul. Der Mirador de A Paicega eröffnet den Blick auf einen Teil des Mittellaufs des Flusses Navia und die umliegenden Gebirgszüge.
Das Museo Etnológico de Pesoz vermittelt Wissen über Wein und den traditionellen Weinanbau. Dazu gehören Rebkultivierung, Weinherstellung, Destillation und Rebsorten. Eine weitere Besonderheit der Gemeinde ist El Couso del Lobo, eine Wolfsfalle mit einer großen Umfriedung aus Schiefermauerwerk. Die Mauern sind etwa einen Meter dick und zwei bis drei Meter hoch.
Wander- und Radwege
Der PR-AS 117 beginnt in Pezós/Pesoz und folgt dem Fluss Agüeira durch Kastanien- und Kiefernwälder. Die als Rundweg angelegte Bergwanderung ist 8,12 km lang, mittelschwer und mit einer geschätzten Dauer von 3 bis 5 Stunden beschrieben. Der PR-AS 169 verbindet Pezós/Pesoz mit der ehemaligen Arbeitersiedlung A Paicega, die für die Arbeiter der Talsperre von Salime errichtet wurde.
Für Mountainbikes ist in der Gemeinde Pesoz die Route Pesoz-Argul-Bousoño als sehr schwierig eingestuft. Sie verläuft über Waldwege zwischen der Schlucht des Flusses Agüeira und dem Fluss Ahío.
Orientierung zu den Besichtigungsorten
Argul erreichen Sie von Navia aus über die AS-12 in Richtung Pesoz und bei Kilometer 58 über eine ausgeschilderte Abzweigung auf eine Piste. Zu El Couso del Lobo gelangt man nach dem Verlassen der AS-12 bei Pelorde über Villabrille und anschließend über einen Forstweg. Den Mirador de A Paicega erreicht man von Sanzo aus über einen 1 km langen unbefestigten Weg. Für das Castro de San Isidro gibt es eine optionale Anreise zu Fuß; die Besichtigung ist frei möglich. Der Palacio de los Ron ist in Privatbesitz, besichtigt werden können nur die Außenbereiche.
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