Navelgas: Goldgeschichte, Wege und asturische Traditionen

File:Navelgas vista panorámica.JPG File:Navelgas vista panorámica.JPG Foto: Andoya via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Goldgeschichte zwischen Museum und Route

Das Museo del Oro de Asturias befindet sich in Navelgas und ist dem Gold und seiner Geschichte in Asturien gewidmet. Navelgas ist der Zugang zur römischen Goldroute. Untergebracht ist das Museum in der restaurierten Casona Capalleja im Viertel San Nicolás, neben der alten Brücke. Das Gebäude beherbergt außerdem die Touristeninformation von Navelgas. Damit liegen Museum, Brücke und touristische Orientierung an einem klar bestimmten Ort innerhalb von Navelgas.

Ein historisches Ortsbild

Die Casona de Capalleja, heute auch Casa de Nicolás genannt, wurde 1842 errichtet. Sie bewahrt eine typische Küche der Region mit einem Llar und einem Steinofen. In Navelgas de Arriba, dem ursprünglichen Ortskern des heutigen Navelgas, befindet sich ein ethnografisches Ensemble aus 15 Paneras und 2 Hórreos. Zur gebauten Geschichte gehört auch die Pfarrkirche San Juan. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes, und im 19. Jahrhundert wurde sie umgestaltet. Die verschiedenen Bauwerke verbinden dabei einzelne Jahreszahlen, regionale Architektur und den ursprünglichen Ortskern.

Goldwaschen und sichtbare Spuren

Der täglich verfügbare Goldwasch-Workshop des Museo del Oro de Asturias führt Besucher in die grundlegenden Techniken des Goldwaschens ein. Im angrenzenden Becken des Goldwasch-Workshops suchen und finden die Teilnehmenden die in einem bereitgestellten Eimer Sand versteckten Goldnuggets. Die römischen Goldminen von Navelgas gehören zu einem goldführenden Komplex, der durch unterirdische Gräben ausgebeutet wurde; diese sind bis heute sichtbar. Das Gebiet des römischen Goldabbaus von Navelgas bildet mit zahlreichen Aguaderas, Höhlen und kahlen Felsen eine Mondlandschaft. So stehen im Ort die praktische Beschäftigung mit dem Goldwaschen und die sichtbaren Spuren des historischen Abbaus nebeneinander.

Wege mit unterschiedlichen Ausgangspunkten

Die Senda Verde del Brezo beginnt nahe der alten Brücke von Navelgas am Fluss Navelgas im Viertel San Nicolás und liegt dort unmittelbar neben dem Gebäude, in dem das Museo del Oro de Asturias untergebracht ist. Die Ruta del Escayo beginnt am Ortsrand von Navelgas und kann durch ihre Verbindung mit dem Weg La Huella del Oro (PR-AS 195) als Rundweg begangen werden. Für die Orientierung im Ort sind damit sowohl ein Wegbeginn am Fluss als auch ein Ausgangspunkt am Ortsrand konkret verankert.

Traditionen und regionale Küche

Navelgas erhielt 2003 den Preis „Pueblo Ejemplar de Asturias“ für seine gemeinsamen und kontinuierlichen Bemühungen um die Wiedergewinnung und Pflege lokaler Traditionen und natürlicher Ressourcen. Zum Esfoyón y Amagosto gehören geröstete Kastanien und frisch gepresster süßer Apfelwein. Bei der Festividad del Esfoyón y Amagosto werden außerdem Frixuelos sowie im „forno“ gebackenes Bollo und Empanada zur Verkostung angeboten. Die Festtraditionen ergänzen damit die Gold- und Baugeschichte um klar benannte regionale Speisen.

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