Muros de Nalón: Küste, Wege und industrielles Erbe
Küste, Wege und Wasser
In Muros de Nalón verbindet die Senda de los Miradores den ehemaligen Kohlehafen von San Esteban mit der Playa de Aguilar. Ihr Verlauf führt über Aussichtspunkte wie den Mirador del Espíritu Santo durch die Küstenlandschaft von Muros de Nalón.
Für diese Senda vergab die ADEAC 2023 in der Kategorie Senderos Azules die Blaue Flagge. An der Playa de Aguilar ist das Ankern von Freizeitbooten möglich. Dort sind außerdem Tauchen und Surfen möglich.
Zwischen San Esteban und L'Arena mündet der Fluss Nalón in die Kantabrische Küste und bildet dort die Ría de Pravia.
San Esteban und das Industrieerbe
San Esteban in Muros de Nalón war Spaniens erster und einziger Kohlehafen. Restaurierte Kräne und Kohleverladeanlagen bewahren dort seine industrielle Geschichte.
San Esteban verbindet maritimes, industrielles und bergbauliches Erbe mit einem Salzwasserbecken und der Kapelle des Heiligen Geistes.
Zum Museo Puerto Carbonero in San Esteban gehören die alten Kohleverladeanlagen, die Casa del Vigía und der Leuchtturm von San Esteban. Auch die Hafenbucht, der Außenhafen, die Trasse der Kohlenbahn und der Mirador de las Tolvas gehören zum Museum.
Historische Orte und lokale Kultur
Der Palacio de Valdecarzana y Vallehermoso ist ein in Privatbesitz befindlicher Gebäudekomplex aus dem 15. Jahrhundert und nur von außen sichtbar. Er besitzt einen quadratischen Turm, eine umschließende Mauer und ein erhaltenes Portal im Platereskenstil.
Im Spanischen Unabhängigkeitskrieg diente der Palacio dem französischen Marschall Ney als Hauptquartier.
Die Tradition bringt das Patrozinium der Capilla del Espíritu Santo mit dem 15. Jahrhundert in Verbindung.
In Muros de Nalón stehen an mehreren strategisch gelegenen Orten Informationstafeln. Sie bringen Filmhandlungen und Figuren mit dort gedrehten Szenen in Verbindung. Die Tafeln beziehen außerdem die Geschichte der Dreharbeiten und die Beteiligung vieler Menschen aus Muros de Nalón ein.
Spazierwege und regionale Küche
Die Senda Norte ist etwa 1 km lang, asphaltiert und nahezu eben. Sie beginnt an der FEVE-Station von San Esteban.
Von dort führt sie an restaurierten Kohleverladeanlagen und den Tolvas vorbei. Mehrere Picknicktische stehen entlang der Strecke.
Im Umfeld von Muros del Nalón und Soto del Barco nehmen Angulas, traditionell gefangene junge Aale, einen herausragenden Platz in der Küche ein. Sie werden in San Juan de la Arena handwerklich gefangen. Ihr Verzehr bildet den Anlass für gastronomische Veranstaltungen.
Die Orte entlang dieser Wege zeigen dabei mehrere Zeitschichten zugleich: Der frühere Kohlehafen verweist auf den Bergbau, die erhaltenen Anlagen und das Museum auf seine maritime Nutzung, während Palacio, Kapelle und Informationstafeln weitere historische und kulturelle Bezüge sichtbar machen. Auch die Ría de Pravia und die Angulas gehören zu diesem räumlichen Zusammenhang zwischen Küste, Fluss, regionaler Küche und den verschiedenen Ortsbildern.
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