Grandas de Salime: Kultur, Wege und Wasserlandschaft
File:Camino Primitivo, Embalse de Grandas de Salime 01.jpg
Foto: Simon Burchell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Grandas de Salime zeigt eine Verbindung aus Kultur, Landschaft und Technik. Im näheren Umfeld gilt die Central Hidroeléctrica de Salime als eines der besten und monumentalsten Beispiele des industriellen Wassererbes in Spanien. Wandgemälde und Flachreliefs verbinden dort Architektur, Malerei und Bildhauerei. Der Salto de Salime ergänzt dieses Bild mit Stausee, Staumauer und Wasserkraftwerk; dort sind Wassersport und Schifffahrt vereinbar.
Unterwegs zwischen Wald und Fluss
Die letzte asturische Etappe des Camino Primitivo nach Santiago de Compostela ist 17 km lang, verläuft zwischen La Mesa und Grandas de Salime und führt über den Puerto del Acebo nach Galicien. Die Etappe 26 des GR109 Asturias Interior von Grandas de Salime nach Castro ist mit 10,4 km kürzer, weist einen niedrigen Schwierigkeitsgrad auf und dauert zu Fuß etwa 3 Stunden in einer Richtung. Sie führt über Wege zwischen Kiefern und Eichen, Wiesen und Weideland und bietet Ausblicke auf den Fluss Navia.
Die Ruta de los Entornos de Grandas ist eine Fahrradroute, die in der Nähe des Museo Etnográfico beginnt. Die Senda Grandas - Santa María ist ein grüner Weg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad, verbindet Grandas de Salime mit dem ländlichen Ort Santa María und ist für Fahrräder geeignet. Das Área recreativa de Grandas liegt 300 m vom Ortszentrum entfernt und verfügt über Tische mit Bänken, einen Grill und Schaukeln. Im näheren Umfeld führt die Ruta de Ponsabadelle über eine mittelalterliche steinerne Brücke aus dem 14. Jahrhundert.
Museen und regionale Baukunst
Das Museo Etnográfico "Pepe el Ferreiro" stellt die ländliche Lebensweise und die Traditionen Westasturiens dar. Es umfasst mehr als 3.000 m² und bis zu 2.000 Exponate, die sich auf das traditionelle bäuerliche Landleben und die damit verbundenen Berufe konzentrieren. Die Ausstellungsbereiche verteilen sich auf die Casa Rectoral, die Casa del Molinero und A Casoa, die Beispiele der traditionellen Architektur der Region sind. Die Colegiata de San Salvador bewahrt ein früheres romanisches Portal, das in das heutige Gebäude eingemauert ist.
Archäologie und Industriegeschichte
Im näheren Umfeld von Grandas de Salime wurde auf dem oberen Plateau des Castro de Chao Samartín um 800 v. Chr. die erste befestigte Anlage errichtet. Túmulos del Canadeiro nahe dem Dorf Xestoselo umfasst eine neolithische Gräbergruppe mit sechs Hügelgräberstrukturen. La Xorenga bildet Asturiens umfangreichstes Ensemble von Felsgravuren; die Petroglyphen verteilen sich über verschiedene Schieferaufschlüsse auf einer Länge von etwa 500 m. Ebenfalls im näheren Umfeld befindet sich die Ruine eines etwa 500 m² großen römischen Hauses der hohen Kaiserzeit im Chao Samartín, dessen Räume auf zwei Ebenen um ein Atrium angeordnet waren. Die Siedlungsabfolge des Castro de Pelóu reicht bis an den Beginn der Eisenzeit zurück; in späteren Jahrhunderten, im 1. und 4. Jahrhundert n. Chr., wurde die Anlage erneut befestigt.
Am Salto de Salime verbindet ein Bootsservice den Anleger von Pénjano mit Villarpedre. Der Parque Joaquín Vaquero Palacios ist ein Rastplatz am Ortseingang von Grandas an der Straße AS-14 und bietet einen Blick auf die Casa de Dirección de Saltos del Navia, die während des Baus des Salto de Salime als Ingenieursresidenz errichtet wurde.
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