Villabona: Ruta, Bahnhof und Kulturerbe in Asturien

File:Lavaderu de Villabona.jpg File:Lavaderu de Villabona.jpg Foto: LMLM via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Villabona zwischen Weg und Kulturerbe

Villabona lässt sich über zwei eng verbundene Themen erschließen: Die Ruta de Villabona führt durch eine überwiegend ländliche Landschaft, während Bahnhof und Palacio konkrete Spuren asturischer Geschichte bewahren. Für Sie ergibt sich damit ein Ort, an dem ein klar umrissener Weg, traditionelle ländliche Elemente und historische Architektur zusammenfinden.

Bahnhof mit besonderer Stellung

Der Bahnhof von Villabona wurde 1890 offiziell eröffnet. Er ist der einzige asturische Bahnhof, dessen Anlagen innerhalb des Gleisnetzes liegen. Außerdem sind der Bahnhof von Villabona und das zugehörige Wohngebäude in das Inventar des Kulturerbes von Asturien aufgenommen. Wer den Ort über seine Verkehrsgeschichte und seine Baukultur einordnen möchte, findet hier einen besonders markanten Bezugspunkt.

Die Ruta de Villabona

Die Ruta de Villabona ist 9,4 Kilometer lang und als leicht eingestuft. Sie beginnt und endet in Villabona. Der eindeutige Ortsbezug macht den Weg für Ihre Planung gut überschaubar, während die Länge Raum für eine Wanderung mit mehreren inhaltlichen Stationen lässt. Die 9,4 Kilometer bilden einen klar begrenzten Wegverlauf. Weil die Strecke in Villabona beginnt und endet, bleibt dieser Ortsbezug auch am Ende erhalten. Für die Ruta de Villabona ist außerdem eine Rückfahrt mit der Bahn von RENFE vorgesehen.

Zunächst führt die Route in das Gebiet Barandiallu, unter dessen Oberfläche außergewöhnliche archäologische Überreste liegen. Ausgrabungen legten dort Spuren menschlicher Besiedlung aus der Zeit vor 50.000 bis 100.000 Jahren frei, möglicherweise von Neandertalern. Die Ruta de Villabona verbindet diesen archäologischen Schwerpunkt mit einer überwiegend ländlichen Landschaft: Traditionelle Quintanas samt Wohnhaus, Stall und Hórreo liegen verstreut zwischen Wiesen, Maisfeldern und Eukalyptushainen.

Auch die Kirche von Villardeveyo gehört zu den hervorgehobenen Punkten der Ruta de Villabona. Die Kirche weist vorromanische Ursprünge auf und ergänzt den Weg um eine weitere kulturgeschichtliche Zeitschicht. Im letzten Abschnitt führt die Route an einer jahrhundertealten Eibe vorbei. So wechseln sich auf dem Weg Landschaftsbilder, Siedlungsspuren, kirchliche Geschichte und ein einzelnes bemerkenswertes Naturmotiv ab, ohne dass die Route ihren Bezug zu Villabona verliert.

Palacio de Villabona und historische Architektur

Die Casa Palacio de Villabona hat in Asturien den Schutzstatus Bien de Interés Cultural (BIC); der Eintrag ist auf den 29. November 1982 datiert. Die Kapelle des Palacio de Villabona ist den Heiligen Drei Königen geweiht, wurde 1625 errichtet und von Juan de Naveda entworfen. Die heutige Hauptfassade des Palacio de Villabona wurde zwischen 1661 und 1669 errichtet. Kapelle und Hauptfassade stehen damit für unterschiedliche Bauphasen des Palacio de Villabona. Zusammen mit dem Bahnhof entsteht damit ein historischer Schwerpunkt, der den Ort über mehrere Jahrhunderte hinweg lesbar macht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Comarca Del Nora.

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