Oles: Kirchen, Gagat und Dinosaurierspuren in Asturien
Kultur zwischen Kirche und Gagat
Romanische Architektur und die Gagat-Lagerstätte geben Oles ein klar erkennbares Profil. Die romanische Kirche Santa Eulalia de La Lloraza liegt in der Pfarrei Oles in Villaviciosa und ist seit 1960 als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss und eine quadratische Apsis. Das Hauptportal weist ein reiches skulpturales Repertoire auf. Der rechteckige Grundriss bezeichnet die Grundform, während die quadratische Apsis den Abschluss des Baus benennt; das skulpturale Portal setzt einen eigenen Akzent.
Die Iglesia de San Félix de Oles steht für einen weiteren klar umrissenen Kirchenbau. Sie hat ein rechteckiges Langhaus und einen quadratischen Chorabschluss. Das Äußere der Iglesia de San Félix de Oles bewahrt Elemente ihrer ursprünglichen Bauphase, darunter zwei nach Süden und Westen ausgerichtete Portale. Die Ausrichtungen nach Süden und Westen benennen die Lage der Portale an der Außenhaut der Kirche. Im Inneren befindet sich ein romanischer Triumphbogen mit zwei spitz zulaufenden Archivolten. Damit lässt sich die Kirche über Außen- und Innenmerkmale lesen: Die Portale gehören zur äußeren Gestalt, der Triumphbogen mit seinen Archivolten zum Innenraum. Wenn Sie sakrale Architektur vergleichen, bleiben Langhaus, Chorabschluss, Portale und Triumphbogen als eigenständige Details erkennbar.
Zur Ortsgeschichte gehört die Gagat-Lagerstätte von Oles, insbesondere die Mine La Cimera. Die Mine La Cimera war der zuletzt ausgebeutete Fundort. Die Abraumhalden der Gagat-Lagerstätte von Oles dienen bis heute als Quelle für Material. Die Begriffe Lagerstätte, Mine und Abraumhalden bezeichnen dabei unterschiedliche Bestandteile des Gagat-Themas in Oles.
Landschaft am Fluss und an den Klippen
Für Landschaft und Bewegung markiert die Ruta de los Molinos einen eigenen Schwerpunkt. Die Ruta de los Molinos verläuft am Río Rimera durch einen Wald aus Kastanien, Eichen und Birken. Die Ruta de los Molinos umfasst vier alte Wassermühlen. Die Baumarten benennen den Waldraum, der Río Rimera den Verlauf und die vier Wassermühlen die historischen Elemente der Route. Auf diese Weise bleibt die Strecke über konkrete Landschafts- und Bauzeugnisse greifbar.
Ein weiteres Landschaftsthema sind die Klippen von Oles. Die Klippen von Oles haben in den letzten Jahren zahlreiche Dinosaurierspuren geliefert. Die Klippen von Oles sind außerdem eine Station der Route Costa de los Dinosaurios. Für die thematische Orientierung zählt hier der genaue Bezug: Sowohl die Dinosaurierspuren als auch die Station der Route beziehen sich auf die Klippen von Oles.
Handwerk im Mercáu Tradicional de Oles
Lokale Handwerkskultur zeigt sich im Mercáu Tradicional de Oles. Beim Mercáu Tradicional de Oles werden Handwerksarbeiten und Handwerkstechniken rund um Gagat, Holz, Ton oder Keramik vorgeführt. Der Mercáu Tradicional de Oles findet in der ersten Augusthälfte statt. Die Vorführungen bleiben damit auf klar benannte Werkstoffe und handwerkliche Techniken bezogen. Oles verbindet an diesem Termin keine pauschale Folklore, sondern konkrete Materialien und deren Verarbeitung.
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