Campiello in Asturien: Natur, Wanderwege und Kultur

Flusslauf und sakrale Bauwerke

Campiello liegt an einem konkreten Flusslauf: Der Río Valdesantibáñez fließt durch den Ort und erreicht anschließend Entrago. Über die Straße TE-3 ist Campiello erreichbar. Zu den örtlichen Sakralbauten gehört die Capilla de San Miguel mit rechteckigem Grundriss, einer offenen Vorhalle an der Vorderseite, hölzernen Säulen auf einer niedrigen Mauer und einem Glockengiebel mit zwei Öffnungen. Die Iglesia de San Miguel ist romanischen Typs und besitzt ein Schießfenster, schlichte Kragsteine sowie ein Tonnengewölbe.

Historische Architektur in Campiello

Die Casa de los Quiñones-Valcarce bewahrt mehrere Bauphasen: Teile stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, dazu kommen spätere Umbauten aus dem 18. und 20. Jahrhundert. Ihre nach Westen ausgerichtete Hauptfassade stammt aus dem 16. Jahrhundert und bewahrt Rosetten, geometrische Schmuckmotive sowie ein hölzernes Wappen der Quiñones. Zur Anlage gehören ein Wohnhaus, Nebengebäude und Freiflächen mit Corrada, Garten und Gemüsegarten. Der L-förmige Bau hat je nach Hanglage ein oder zwei Geschosse.

Wege und überlieferte Landschaftsnutzung

Auch die traditionelle Nutzung der Landschaft ist mit Campiello verbunden: Das Vieh aus dem Ort weidet im Sommer traditionell auf der Braña de Cueiro. Die Ruta de la Braña de Vicenturo (PR. AS-233) verläuft durch eine Landschaft von großem ethnografischem und landschaftlichem Wert. Ihr Verlauf führt über Urria, Taja, Cueiro und Vicenturo zurück nach Urria. Damit verbindet die Route mehrere benannte Orte mit einer Landschaft, in der Naturraum und überlieferte Lebensformen nebeneinander sichtbar sind.

Naturraum und Balcón Real

Der Naturpark Las Ubiñas-La Mesa verbindet eiszeitlich entstandene Felswände, üppige Wälder, Bergweiden, Flusstäler und Dörfer mit ethnografischem Erbe. Im weiteren Naturraum besteht der Wasserfall Cascada del Xiblu aus drei Kaskaden mit einer Gesamthöhe von knapp 100 Metern. Balcón Real liegt neben der Senda del Oso im Naturpark Las Ubiñas-La Mesa und im Biosphärenreservat. Die Anlage umfasst fünf ländliche Wohneinheiten: drei Apartments und zwei Studios.

Höhle und Waldwege

Die Cueva Huerta bildet mit mehr als 20 Kilometern horizontalen Galerien ein besonderes Karstsystem mit Schlucht, Schwinde, verschiedenen Talwegen und Wiederaufstieg. Eine geführte Familienbesichtigung führt dort etwa 300 Meter über Holzstege und Treppen durch die Höhle. Im Hayedo de Montegrande umfasst der Weg vom Parkplatz aus einen etwa 350 Meter langen barrierearmen Steg. Beide Ziele zeigen den Naturraum aus unterschiedlichen Perspektiven: einmal als weit verzweigtes Höhlensystem, einmal als Waldweg mit klar benannter, barrierearmer Wegstrecke.

Prähistorie und Braña-Geschichte in Teverga

Der Parque de la Prehistoria de Teverga zeigt Faksimile-Reproduktionen bedeutender europäischer Kunstensembles und beweglicher Kunst des Jungpaläolithikums. Zum Park gehört außerdem ein Tiergehege mit Przewalski-Pferden, europäischen Bisons, Heckrindern, Hirschen und Damhirschen. Einen weiteren historischen Bezug liefern mittelalterliche Keramikfunde in der Trillacueva: Sie belegen die Existenz von Brañas im frühen Mittelalter.

Weitere Orte: Teverga, La Plaza

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