Urrea de Gaén zwischen Mauren, Römern und Río Martín
Unterkünfte in Urrea De Gaén
File:Arqueología, ruinas de una villa romana, término municipal de Urrea de Gaén, comarca del Bajo Martín, provincia de Teruel.jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Source, CC BY 4.0
Zwischen Ebrodepression und Río Martín
Urrea de Gaén liegt in der Comarca Bajo Martín in der Ebrodepression am linken Ufer des Río Martín. La Loma del Regadío liegt im Gemeindegebiet von Urrea de Gaén am Südrand des Mittleren Ebro-Tals in einer landwirtschaftlich besonders ertragreichen Zone.
Ein Ortsbild mit mehreren Zeitschichten
Die lange muslimische Besiedlung und Präsenz von Beginn des 8. Jahrhunderts bis 1610 prägte die heutige Stadtstruktur von Urrea de Gaén und ihren maurischen Charakter. Zugleich bewahrt der Ort ein maurisch-mittelalterliches Stadtgefüge, dessen Grundriss nur geringfügig verändert wurde.
Die Iglesia de San Pedro Mártir ist eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert im Stil des Barock-Neoklassizismus. Sie wurde 1782 nach Plänen des Architekten Agustín Sanz aus Stein und Ziegeln errichtet. Der Arco de San Roque ist ein ehemaliges Stadttor aus dem 17. Jahrhundert aus Ziegeln mit einer offenen Kapelle und einer achteckigen Kuppel.
Auch der Arco de La Virgen de Arcos ist ein ehemaliges Stadttor aus dem 18. Jahrhundert. Das Bauwerk aus Ziegeln und Mauerwerk besitzt eine offene Kapelle über Rundbögen; unter ihr verläuft eine Straße, und der Arco führt zur Ebene des Río Martín. Der GR 262 erreicht Urrea de Gaén über diesen Arco, nachdem er auf Wegen am Río Martín und durch bewässerte Gärten und Felder verläuft.
Römische Landwirtschaft und Spielzeug im 20. Jahrhundert
Die römische Villa La Loma del Regadío war fast fünf Jahrhunderte lang bewohnt, von der Zeitenwende beziehungsweise dem Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis ins 4. oder frühe 5. Jahrhundert. Ihr Olivenverarbeitungsbereich umfasst fünf große Olivenpressen des Balkentyps sowie zwei Ölmühlen.
Das Museo de Juguetes de Urrea de Gaén zeigt eine thematisch geordnete umfangreiche Spielzeugsammlung, die die Spielwelt der Kindheit im gesamten 20. Jahrhundert vermittelt. Zu den herausragenden Stücken gehören große Puppenhäuser und ein originales Modell elektrischer Eisenbahnen im Maßstab 0.
Routen durch Huerta und Flusslandschaft
Der Abschnitt des GR 262 zwischen Urrea de Gaén und Híjar verläuft fast vollständig auf einer ausgeschilderten Fahrradroute. Die Ruta 10 zwischen Híjar und Urrea de Gaén führt durch die sehr alte Huerta von Urrea, die von der Acequia de Gaén abhängig ist.
Religiöse Orte und Karwoche
Die Ermita de Santa Bárbara ist ein religiöses Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert aus Mauerwerk und Ziegeln, mit einem überdachten Kirchenschiff und einer Innenausstattung im Rokoko-Stil. Die Karwoche von Urrea de Gaén ist Teil der Ruta del Tambor y el Bombo, die seit 2014 zu den Festen von internationalem touristischem Interesse zählt.
Weitere Orte auf derselben Zielebene: Aliaga, Villarluengo, Peñarroya De Tastavíns, Alobras, Monterde de Albarracín, Valacloche, Ráfales, Rubiales.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teruel.
