Bolea: Colegiata, Pilgerwege und Kirschblüte

File:Bolea, La Sotonera, Huesca (15675609433).jpg File:Bolea, La Sotonera, Huesca (15675609433).jpg Foto: Gregorio Puga Bailón from A Coruña, Spain via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Kunst und sakrale Orte in Bolea

Bolea verbindet in wenigen Motiven Kunst, sakrale Geschichte, Wege und landwirtschaftliche Landschaft. In der Colegiata de Santa María la Mayor umfasst der Hauptaltar 20 mit Temperafarbe bemalte Tafeln und 57 polychrome Holzschnitzereien. Die Colegiata de Bolea wurde am 23. Februar 1983 als nationales historisch-künstlerisches Denkmal und als BIC eingestuft. Damit steht ein einzelnes Bauwerk im Mittelpunkt, dessen Ausstattung und rechtliche Einordnung gleichermaßen zu den prägenden Themen des Ortes gehören.

Zur Baugeschichte gehört außerdem die Iglesia Parroquial de Santa María la Mayor. Sie wurde nach einem Entwurf von Pedro de Irazábal zwischen 1541 und 1559 errichtet. Die Iglesia de Nuestra Señora de la Soledad in Bolea hat ein großes Kirchenschiff, ein wenig ausgeprägtes Querschiff und eine polygonale Apsis. Die unterschiedlichen Kirchenbauten bewahren damit jeweils eigene architektonische Merkmale, ohne dass ihre Beschreibungen miteinander vermischt werden müssen.

Museen, Weinpresse und Santo Grial

Im Espacio Museístico von Bolea, das sich in der Casa Jiménez befindet, wird die alte Weinpresse des Hauses mit jahrhundertealten Fässern bewahrt. Casa Santas ist ein privat betriebenes ethnologisches Museum in Bolea. Ergänzend bietet das Centro de Interpretación del Santo Grial in Bolea ein Virtual-Reality-Erlebnis. Für den Besuch der Ausstellungen im Espacio Museístico in der Calle Mayor ist eine Vorabreservierung unter der Telefonnummer 622 412 947 erforderlich.

Wander- und Pilgerwege rund um Bolea

Die Route PR-HU 111 ab Bolea folgt zunächst dem GR 1, führt an der Ermita de Santa Quiteria vorbei, verläuft anschließend parallel zum Río Sotón und steigt dann zur Ermita de San Cristóbal an. Auch die Etappe 37 des GR 1 teilt ihren Verlauf mit dem Camino Natural de la Hoya de Huesca. Nach dem Verlassen von Bolea führt sie an der Abzweigung zur in den Fels gehauenen Ermita de San Cristóbal vorbei. Der Wegverlauf verbindet dadurch markierte Strecken mit mehreren religiös geprägten Orten.

Die Etappe 4 des Camino Natural de la Hoya de Huesca führt von Bolea nach Arguis durch die Sierra de Gratal und ist 18,5 Kilometer lang. Eine weitere Verbindung zu einem traditionsreichen Fernweg bildet der Camino de Santiago: Seine dritte Etappe führt von Huesca nach Bolea. So erscheinen Bolea und seine Umgebung sowohl in einer Etappe durch die Sierra de Gratal als auch als Zielpunkt des Weges von Huesca.

Convento de la Trinidad und die Kirschblüte

Das Convento de la Trinidad befindet sich in der näheren Umgebung, etwa 4 Kilometer nördlich von Bolea, und ist mit dem Fahrzeug über einen guten Weg von der Straße nach Puibolea aus erreichbar. Einen jahreszeitlich klar abgegrenzten Landschaftseindruck bietet das Kirschanbaugebiet von Bolea: Ende Mai und Anfang Juni zeigt es auf 60 Hektar ein weiß blühendes Schauspiel. Zwischen Sakralbauten, Museumsorten, markierten Wegen und dem Kirschanbau entsteht so ein vielschichtiges Bild von Bolea.

Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Villanúa, Monzón, Castiello De Jaca, Puértolas, Adahuesca, Neril, Estopiñán Del Castillo und Sabiñánigo ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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