Canfranc – Jakobsweg, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Canfranc
Canfranc ist ein Ort, in dem die Geschichte des Jakobswegs auf mittelalterliche Bauwerke, Kirchen und Waldwege trifft. Der Jakobsweg erreicht Canfranc; die Ursprünge des Ortes sind mit der Pilgerreise nach Santiago verbunden. Eine Etappe von Somport nach Jaca führt nach Canfranc-Pueblo und überquert den Aragón auf einer mittelalterlichen Brücke neben dem Friedhof. Pilgerweg, Aragón-Übergang und Ortsanfänge geben Canfranc einen klaren historischen Auftakt.
Zum Ortszusammenhang von Canfranc gehört auch Canfranc-Estación.
Kultur und Geschichte
Am Jakobsweg liegt die Puente de los Peregrinos. Mitte des 16. Jahrhunderts stiftete don Blasco de Les in Canfranc eine religiöse und soziale Stiftung mit einer Kirche, einem Hospital für Arme und Pilger sowie einem Haus für acht Geistliche. Aus dieser Stiftung ging die Iglesia de la Trinidad hervor. So stehen hier der Weg der Pilger und die religiös-soziale Stiftung nebeneinander.
Von der Iglesia de la Trinidad sind insbesondere das Presbyterium und die Fassade der Kapelle unter dem Turm erhalten; die Fassade gilt als Renaissancebeispiel. Das Castillo de Canfranc ging aus einem mittelalterlichen Wehrturm hervor und erhielt 1592 ein unregelmäßig angelegtes befestigtes Areal. Kirche und Festungsanlage stehen damit für unterschiedliche Bauaufgaben.
Das Castillo de Canfranc ist in Aragoniens Liste der Burgen enthalten, die als Bienes de Interés Cultural gelten. Die Torre de la Espelunca wurde 1592 von Tiburcio Spannocchi als Wachturm an der alten Straße von Frankreich errichtet. In der Iglesia de la Asunción überstanden barocke Retabel den Brand dank der Mithilfe der Einwohner des Ortes. Wehrarchitektur, Sakralbau und gerettete Kunst begegnen sich dadurch in Canfranc.
In Canfranc stehen die Puente de los Peregrinos, die Iglesia de la Trinidad und das Castillo de Canfranc für die Verbindung von Pilgergeschichte, sakraler Architektur und Wehrarchitektur. Für Kulturinteressierte reicht die Spannweite damit von der Pilgertradition über den Sakralbau bis zur Festungsanlage.
Natur
Die Reserva micológica de Canfranc dient der wissenschaftlichen Vermittlung, der Umweltbildung und dem Naturschutz. Für Naturinteressierte stehen Pilze und Bäume in Canfranc als zwei eigenständige Themen nebeneinander.
Das Arboretum ist ein etwa 15-minütiger botanischer Spaziergang durch einen Wald, auf dem Beispiele vieler Baumarten aus den Bergen von Canfranc und den Pyrenäen zu sehen sind. Bei Árboles con Historia sind die Bäume mit beschrifteten Pfosten und Tafeln sowie QR-Codes versehen; über diese können Informationen zu den einzelnen Bäumen abgerufen werden. Wald, Baumarten und beschriftete Stationen bilden dabei die konkreten Elemente dieser Naturziele.
Wege durch die Landschaft
Der GR 11.1 führt von Canfranc über die Hauptstraße zur Estación und quert dabei die Puente de Arriba. Ab dort verläuft der frühere Jakobsweg GR 65.3 durch Wälder und ehemalige Obstgärten bis nach Canfranc Estación. Hauptstraße, Puente de Arriba, Wälder und ehemalige Obstgärten markieren so nacheinander die im Verlauf genannten Wegabschnitte.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel: