Calasanz: Kultur, Landschaft und Wege
File:CALASANZ (Peralta de Calasanz).jpg
Foto: Guadalupe Cervilla via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Calasanz zwischen Burg und Ortsgeschichte
Auf dem westlichen Sporn des Castillo de Calasanz steht die romanische Ermita de San Bartolomé. Das Castillo de Calasanz ist als Bien de Interés Cultural (BIC) eingestuft. Die romanische Bauform der Ermita und die BIC-Einstufung des Castillo geben dem historischen Schwerpunkt von Calasanz zwei präzise Bezugspunkte.
Zu den erhaltenen Resten des Castillo de Calasanz gehören eine Zisterne und ein Teil eines Wehrturms. Ein Teil des Wehrturms heißt „la predicadera del moro“. Damit bleibt die Burganlage nicht auf ihre Bezeichnung beschränkt, sondern umfasst konkret erhaltene bauliche Elemente.
Kirche, Pozo de hielo und Salinen
Die Pfarrkirche San Cipriano in Calasanz stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Pozo de hielo, auf Aragonesisch „pou de chelo“, ist etwa 600 Meter vom Dorftor entfernt und sehr gut erhalten. Der Pozo de hielo gehört damit zu den deutlich verorteten historischen Punkten des Ortes.
Bei der historischen Nutzung des Pozo de hielo wurden Eis und Stroh zur besseren Erhaltung abwechselnd in Schichten eingelagert. Am Boden befindet sich ein Entwässerungssystem für das beim Schmelzen entstehende Wasser. Die Salinen von Calasanz wurden seit frühester Zeit ausgebeutet; als frühestes bekanntes Datum ihrer Nutzung gilt das Jahr 1090.
Felsformationen und sprachliches Erbe
Der Fluss formte im kreidezeitlichen vertikalen Felsstratum, das vom Castillo de Calasanz bis zum Barranco del Molino abfällt, die Felsformation „Estretet de Sorribas“. Die Landschaft rund um Calasanz weist Gips- und Lehmaufschlüsse auf, die durch die enthaltenen Mineralien unterschiedlich gefärbt sind. So zeigt die Umgebung sowohl eine klar benannte Felsformation als auch Aufschlüsse mit wechselnden Farbtönen.
Calasanz bewahrt einen Dialekt, der in der gesamten Comarca als einzigartig gilt und von hohem ethnologischem Wert ist. Für den kulturellen Charakter des Ortes ist damit neben den Bauwerken auch die Sprache ein eigener Aspekt.
GR 23, Feste und Anreise
Der GR 23 – Sendero de la Litera ist eine etwa 53,2 Kilometer lange Route in drei Etappen von Fonz nach Albelda und führt über die befestigten Anhöhen von Calasanz. Calasanz ist in den GR 23 Senderos por La Litera eingebunden. Der Weg nutzt alte Wege und neu angelegte Strecken, auf denen sich wichtige Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu Fuß erkunden lassen.
Die Fiestas Mayores von Calasanz finden am ersten Augustwochenende von Donnerstag bis Montag statt. Am Ostermontag findet eine Wallfahrt zu Ehren der Virgen de la Ganza statt. Calasanz ist über die Straße A-2215 erreichbar. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit konkrete Anker: historische Bauwerke, Landschaftsformen, ein eigener Dialekt, ein Wegenetz und festgelegte Termine.
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