Botaya – Klostergeschichte am Südhang der Sierra de San Juan de la Peña

File:Ambista d'o lugar de Botaya (Chaca, Chazetania, Aragón).jpg File:Ambista d'o lugar de Botaya (Chaca, Chazetania, Aragón).jpg Foto: Manuel Trujillo Berges via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Botaya zwischen Höhenlage und Klostergeschichte

Botaya liegt auf 967 Metern Höhe in einer abgelegenen Senke am Südhang der Sierra de San Juan de la Peña. In diesem Landschaftsraum treffen Hochlage, abgeschirmte Ortslage und die Nähe zu einer bedeutenden Klostergeschichte aufeinander. Die Geschichte von Botaya ist mit dem nahegelegenen Kloster San Juan de la Peña verbunden, das dort bereits im Jahr 1045 Land und Weinberge besaß. Der historische Bezug reicht damit bis in das 11. Jahrhundert zurück und ist an einen konkreten Besitz des Klosters geknüpft.

Kirchen, Häuser und romanische Spuren

Die Pfarrkirche San Esteban erhielt ihre heutige Gestalt im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts durch den Umbau eines romanischen Gotteshauses aus dem 12. Jahrhundert.

Auch das traditionelle Ortsbild von Botaya trägt diese lange Baugeschichte weiter. Massive Häuser mit sichtbarem oder gekalktem Mauerwerk, Schieferdächer sowie quadratische oder kegelförmige Schornsteine prägen die überlieferten Formen. An den Schornsteinen bilden Espantabrujas den jeweiligen Abschluss. Diese Details geben den Häusern ein deutlich erkennbares architektonisches Vokabular, das sich von der kirchlichen Baugeschichte unterscheidet und sie zugleich ergänzt.

Ermitas und ausgewiesene Klosterstätten

Die Ermita de San Clemente liegt etwa 4 km westlich von Botaya. Vom Ortskern zweigt nach Westen ein für Fahrzeuge geeigneter, jedoch schlechter Weg ab, der zu der Kapelle führt. Die Ermita befindet sich in fortgeschrittenem Verfallszustand; vollständig erhalten ist nur die Apsis. Eine andere historische Spur bewahrt die romanische Ermita de San Miguel aus dem 12. Jahrhundert: An ihrem Südportal befindet sich ein Relief des thronenden Christus.

Im Parque Cultural de San Juan de la Peña ist das Real Monasterio de San Juan de la Peña in Botaya als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Auch das Monasterio Nuevo de San Juan de la Peña in Botaya ist als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Beide Klosternamen stehen damit für eigenständige Bestandteile des kulturellen Erbes von Botaya.

Ausstellungen und festliche Termine

Die barocke Kirche des Monasterio Nuevo de San Juan de la Peña beherbergt das Centro de Interpretación del Reino de Aragón. Im Monasterio Nuevo befindet sich außerdem das Centro de Interpretación del Monasterio. Dort sind die ursprünglichen Lebensräume nachgebildet, in denen die Mönche von San Juan de la Peña zusammenlebten. Architektur, Ordensgeschichte und die Geschichte des Königreichs Aragón begegnen Ihnen dadurch an unterschiedlichen Orten innerhalb desselben Klosterzusammenhangs.

Im Juni nimmt Botaya an der Wallfahrt des Voto de San Indalecio zum Kloster San Juan de la Peña teil. Sein Hauptfest zu Ehren des heiligen Bartholomäus feiert der Ort am 24. August. Im Diözesanmuseum von Jaca wird außerdem eine Lipsanothek, also ein Reliquienkästchen, aufbewahrt.

Weitere Reiseziele: Caneto, Biniés, Serveto, Estopiñán Del Castillo, Boltaña, Arguisal, Biescas, Castigaleu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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