Periana: Olivenöl, Kultur und Wege durch die Landschaft
File:1885-01-30, La Ilustración Española y Americana, Los terremotos en la provincia de Málaga, página 56 (cropped) Periana.—Ruinas a la entrada del pueblo.jpg
Foto: Photo: Juan Comba García / Bernardo Rico
Periana ist von Obstfeldern und Olivenhainen umgeben. Der Periana-Abschnitt des GR 249 führt durch jahrhundertealte Olivenbestände und bewahrt traditionelle Trockenmauern zwischen den Parzellen sowie kilometerlange kleine Albarradas zur Abschwächung des Geländegefälles. Der Olivo Caracol de Fuente Piojo ist ein monumentaler Olivenbaum und erhielt 2017 den AEMO-Preis für Spaniens besten monumentalen Olivenbaum.
Weitere Orte im selben Reisebereich finden Sie unter Guadalmina, Casabermeja, Benalmadena, Canillas De Albaida, Teba, Alfarnatejo, Yunquera und Almogía.
Landschaft und Olivenöl
Die erste Etappe des GR-242 ist der Abschnitt Periana–Alcaucín und beginnt im Ortszentrum von Periana. Die I Ruta de los Olivos Milenarios de Periana dient der Vermittlung der Geschichte der Olivenbäume der Sorte „Verdial de Vélez-Málaga“. Sie endet an der Cooperativa Olivarera San Isidro.
In der näheren Umgebung von Periana zeigt das Museo del Aceite de Mondrón alte Mühlsteine und weitere Geräte. Dort ist der Eintritt frei, außerdem können Besucher Öl aus der Ölmühle erwerben. In der näheren Umgebung von Periana, in der ölproduzierenden Ortschaft Mondrón, bewahrt das Museo del Aceite de Mondrón historische Verfahren der Ölherstellung.
Während des Día del Aceite Verdial können Besucher in den beiden örtlichen Genossenschaften traditionelle Geräte der Ölgewinnung wie Mühlsteine, Pressen und Capacho besichtigen. Der Día del Aceite Verdial ist als Veranstaltung von provinziellem touristischem Interesse in Málaga anerkannt. Er findet jedes Frühjahr in Periana statt und umfasst ein traditionelles Frühstück molinero mit Brot, Kabeljau, grünen Bohnen und Verdial-Olivenöl.
Wasser und Geschichte
In der näheren Umgebung von Periana liegt in der Ortschaft Baños de Vilo ein Bad, das als arabisches Bad gilt; es liegt 2,5 Kilometer von Periana entfernt und auf etwas mehr als 610 Metern über dem Meeresspiegel. Der Balneario de Baños de Vilo galt im 18. und 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Kurorte Andalusiens.
Der erhaltene Beckenrand der Poza de Vilo in der näheren Umgebung von Periana weist eine vor mehr als tausend Jahren aus Stein gearbeitete Einfassung auf. Das Wasser gilt als schwefelhaltig, magnesium-kalziumhaltig und stickstoffhaltig und hat konstant 21 °C.
Der GR 249 tritt bei Kilometer 22,6 neben dem mehr als zwei Jahrtausende alten archäologischen Fundplatz von Capellanía in das Gebiet von Periana ein. Die Etappe 08 des GR 249 endet am südlichen Ortseingang von Periana nahe der Vereda de Cantillana, wo sie auf die ersten Häuser des Ortes trifft.
Kultur im Ort
Der Antiguo Lavadero Municipal liegt im Ortskern von Periana in der Calle Cerco, wenige Meter von der Plaza de la Fuente entfernt. Heute dient er der Trinkwasserversorgung und ist zugleich ein ruhiger, malerischer Ort am Wasser. Der Antiguo Lavadero Municipal erinnert an die frühere soziale Funktion gemeinschaftlicher Waschplätze; außerdem besteht in Periana die alte Tradition fort, Wasser aus der Quelle in Botijos nach Hause zu tragen.
Das Cerro de Capellanía bewahrt Spuren einer Besiedlung, die im mittleren Neolithikum begann und bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. andauerte. Die Iglesia de San Isidro Labrador in Periana wurde nach dem Erdbeben im neomudéjarischen Stil erbaut. In den Höhlen neben dem Abrigo de Marchamonas befinden sich prähistorische Felsmalereien; die Höhle ist als Bien de Interés Cultural eingestuft.
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