Ojén: Kultur, Schluchten und Sierra Blanca
Schluchten, Sierra Blanca und weite Blicke
Der Fernwanderweg PR-A 167 führt über den Camino del Cerezal durch eine dicht bewachsene Schlucht nach Ojén. Am letzten Abzweig des PR-A 167 führen beide möglichen Wege nach Ojén.
In Sierra Blanca leben unter anderem Iberische Steinböcke, Rehe und Ginsterkatzen. Das Gebirge liegt zwischen den Gemeindegebieten von Istán, Ojén und Marbella und ist als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (LIC) ES6170011 Teil des Natura-2000-Netzes. Für Naturinteressierte verbindet sich hier die Tierwelt mit einem klar bezeichneten europäischen Schutzrahmen.
Der Mirador El Corzo bietet vom Cerro del Pechón in 881 Metern Höhe Ausblicke auf Ojén und die Küste von Mijas bis Fuengirola. Der Mirador El Macho Montés ist der Endpunkt des markierten Wanderwegs El Juanar–Puerto Marbella in der ZEC Sierra Blanca; bekannt ist er auch als Mirador de Puerto Rico oder Mirador de Marbella. Östlich des Ortskerns liegt der Mirador del Chifle mit Ausblicken über das Tal des Río Real.
Das Erholungsgebiet Llanos de Purla verfügt über einen befestigten Parkplatz, fünfzehn Tische, Toiletten und Picknickeinrichtungen mit Grills. Damit bündelt dieser Naturbereich mehrere konkrete Elemente für eine Pause zwischen Wegabschnitten und Landschaftsbeobachtung.
Historisches Ojén und lebendige Kultur
Die historischen Straßen von Ojén spiegeln den islamischen Ursprung des Ortes wider und umfassen gestufte Gassen. An der Plaza de Andalucía, Ecke Paseo de Ojén, steht eine Kirche, die 1505 errichtet wurde. Sie besitzt einen rechteckigen Grundriss, ein einschiffiges Inneres und eine Mudéjar-Dachkonstruktion mit verschlungenem Bandwerk. Für diese Kirche wird angenommen, dass sie in den frühmittelalterlichen Anfängen der Siedlung Ojén als arabische Moschee gegründet wurde.
Der Kreuzweg von Ojén ist eine dauerhaft bestehende und dauerhaft zugängliche Kulturroute. Entlang des Aufstiegs zum El Calvario erzählen vierzehn polychrome Kachelretabels die Passion Christi. Die unteren Höhlen von Ojén wurden für eine kulturelle Nutzung restauriert; von den oberen Höhlen aus bieten sich Ausblicke auf das Ortsbild von Ojén und das Mittelmeer.
Im Museo del Aguardiente de Ojén werden die Geschichte und die Legende des Likörs mit Informationstafeln, Etiketten, Plakaten und alten Gefäßen präsentiert. Das Museo del Molino de Aceite wurde vor Kurzem restauriert und zeigt, wie Olivenöl früher gewonnen wurde. Die Eras del Calvario gehören zum ethnografischen Erbe von Ojén; sie wurden vor dem 16. Jahrhundert errichtet und sind wegen ihrer historischen und kulturellen Bedeutung geschützt.
Auch die Veranstaltungskultur setzt eigene Akzente: Das Ojeando Festival ist eine zweitägige Musikveranstaltung am zweiten Juliwochenende mit mehr als zwanzig Auftritten. Das Castillo del Cante Flamenco Festival in Ojén erreichte 2026 seine 51. Ausgabe.
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