Minas De Riotinto: Tagebau, Río Tinto und Bergbauerbe

File:Minas de Riotinto 11 infraestructuras mineras by-dpc.jpg File:Minas de Riotinto 11 infraestructuras mineras by-dpc.jpg Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Minas De Riotinto verbindet eine ungewöhnliche Landschaft mit Zeugnissen des Bergbaus. Corta Atalaya ist ein Tagebau mit einem elliptischen Krater, der an der breitesten Stelle mehr als 1.200 Meter, an der schmalsten Stelle 900 Meter und in der Tiefe 365 Meter misst.

Natur

Der Río Tinto hat rotes, stark saures Wasser mit einem pH-Wert von 2,2. In diesem Fluss leben Mikroorganismen, die sich von Mineralien ernähren und an extreme Bedingungen angepasst sind. Die Wasserfarbe, die besondere Säure und die daran angepassten Lebewesen geben der Landschaft ein eigenes naturwissenschaftliches Thema.

Geschichte

Die sieben Besuchspunkte des Parque Minero de Riotinto erstrecken sich über 500 Hektar in den Gemeinden Minas de Riotinto, Nerva und El Campillo. Der Parque Minero de Riotinto ist das wichtigste Ergebnis der Nutzbarmachung des über fast vier Jahrzehnte von der Fundación Río Tinto restaurierten Bergbauerbes.

Der Ferrocarril Turístico Minero hat einen Teil der ursprünglichen Strecke wiederhergestellt, die ab 1875 die Minen mit dem Hafen von Huelva verband. Der Ferrocarril Minero führt auf einer Hin- und Rückfahrt an den früheren Bereichen der Erzaufbereitung und den ehemaligen Bahnanlagen entlang und wird dabei vom Río Tinto und seinen Bergbaulandschaften begleitet.

Ein touristischer Rundgang dauert etwa 90 Minuten und wird an die Entwicklung der Bergbauarbeiten angepasst. Eine geführte Besichtigung startet am Museo Minero. Zu den besuchbaren Orten gehören La Tierra Roja und El Gran Muro Negro mit Rundgängen zu Fuß.

Kultur

Das Museo Minero vermittelt in 17 Sälen 5.000 Jahre Bergbaugeschichte. Es befindet sich im vollständig restaurierten ehemaligen Krankenhaus der Rio Tinto Company Ltd. Das historische Archiv des Parque Minero de Riotinto bewahrt mehr als 5.000 Jahre Bergbaugeschichte. Das Centro de Interpretación Etnológico Matilde Gallardo ist ein Ausstellungszentrum, das anhand verschiedener museografischer Elemente die Lebensweise der Bergbaugemeinschaft erklärt.

Casa 21 wurde 1885 erbaut. Sie vermittelt Einblicke in die Lebensweise der britischen Gemeinschaft und in deren Freizeitgewohnheiten um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das Barrio Victoriano de Bella Vista wurde 1883 als eigenständiges Viertel für die wachsende englische Belegschaft errichtet.

Die als Zona Patrimonial geschützte Cuenca Minera de Riotinto-Nerva umfasst die von englischen Einflüssen geprägten baulichen und städtebaulichen Zeugnisse in Minas de Riotinto sowie in den Bergbauvierteln und Bergbausiedlungen El Valle, Alto de la Mesa, La Dehesa und Bellavista.

Für Kulturinteressierte verbinden sich hier Haus, Viertel, Museum, Archiv und Ausstellungszentrum zu unterschiedlichen Blicken auf Arbeit, Alltag, Siedlungsbau und Erinnerung.

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