Calañas zwischen Mudéjar, Mühlenweg und Bergbaugeschichte
Kirche und Markthalle im Ortsbild
Calañas verbindet eine geschichtsträchtige Kirche, eigenständige Markthallenarchitektur, Wege am Río Odiel und die Spuren des Bergbaus mit lebendigen Traditionen. Wer bei einer Reise nach klaren kulturellen und landschaftlichen Anknüpfungspunkten sucht, findet sie an sehr unterschiedlichen Orten des Gemeindegebiets.
Die Iglesia de Nuestra Señora de Gracia in Calañas hat Ursprünge aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert und blickt auf mehr als fünf Jahrhunderte Geschichte zurück. Ihr Bau vereint Elemente des gotischen Mudéjar, der Gotik, der Renaissance und des Barock. Die Kirche liegt in der Altstadt auf dem höchsten Teil des Ortes und ist dadurch von jedem Punkt der Gemeinde aus sichtbar.
Der Mercado Municipal de Abastos wurde 1927 als Werk von José María Pérez Carasa geschaffen. Das eklektizistische Gebäude verbindet den andalusischen Regionalismus mit rationalistischen Merkmalen und gilt als unverwechselbares, innerhalb seiner Typologie einzigartiges Beispiel der Architektur städtischer Markthallen.
Am Río Odiel und in der Bergbaulandschaft
Die Ruta de los Molinos del Río Odiel ist ein Wanderweg, der historische Wassermühlen mit der Geologie der Bergbaulandschaft von Calañas verbindet. Sie verläuft am Río Odiel flussaufwärts von Sotiel Coronada bis zur Revuelta de la Llave und führt an Getreidemühlen vorbei, die zur Villa de Calañas gehören. Diese Mühlen wurden über Hunderte von Jahren durch das Wasser des Flusses angetrieben.
Die Ruta Turística La Torera führt Besucher in die ehemalige Bergbausiedlung, zu ihren Anlagen und in die sie umgebende Naturlandschaft. La Torerera bewahrt die Überreste der Anlagen rund um den Förderschacht, der Büros, des Direktorenhauses, der Häuser der leitenden Angestellten, der Kapelle, des Kasinos sowie der Werkstätten und Lager an den unterirdischen Fabrikstollen. Ab etwa 1911 wurde dort eine Pyritmine untersucht; nach einer kurzen Betriebsphase von 1925 bis 1931 entstand später eine unterirdische Sprengstofffabrik, die bis 1973 in Betrieb war.
Romería und Fandangos
Die Romería de Ntra. Sra. de la Coronada ist das bedeutendste Festereignis von Calañas. Die Feierlichkeiten beginnen am Ostersonntag und enden zwei Sonntage später nach 14 Festtagen. Am Ostermontag führt die Romería auf einem Pilgerweg von Calañas zum Heiligtum in Sotiel Coronada, etwa acht Kilometer entfernt.
Auch die Fandangos de Calañas gehören zum kulturellen Profil des Ortes. Sie sind mit der als Bien de Interés Cultural (BIC) geschützten ethnologischen Tätigkeit „El Fandango en la provincia de Huelva“ verbunden. Die lokale Tradition umfasst zwei Formen: eine meist im Chor vorgetragene und eher zum Tanzen geeignete Form sowie eine langsamere Form für den individuellen Gesang. Beide werden von der Gitarre begleitet.
Ermita de los Santos Mártires
Die Ermita de los Santos Mártires wurde zu einem Zentrum für touristische Interpretation und kulturelle Ausstellungen in Calañas rehabilitiert. Ihr Gelände wurde für Besuche zugänglich gemacht und verfügt über öffentliche Toiletten.
Weitere Reiseziele, die Sie ebenfalls ansehen können: La Redondela, Aljaraque, Bollullos Par Del Condado, Gibraleón, Villablanca, Chucena, Zalamea La Real, Los Marines.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huelva.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
