Ugíjar: Kultur, Geschichte und Wege der Alpujarra

File:Iglesia de Ugíjar.JPG File:Iglesia de Ugíjar.JPG Foto: Benreis via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kultur und Geschichte

Die effektive Gründung des Convento Franciscano de San Juan Bautista de Ugíjar erfolgte am 5. September 1646. In der granadinischen Alpujarra ist es das einzige erhaltene Zeugnis konventualer Architektur.

Das Centro de Patrimonio Cultural de La Alpujarra zeigt eine ethnografische Sammlung mit Stücken aus mehreren Bereichen. Vertreten sind Imkerei, Tischlerei, Metallverarbeitung, Textil, Korbflechterei und Töpferei. Außerdem gehören Landwirtschaft, Weinbau und Viehzucht zu den vertretenen Bereichen.

Das Centro de Interpretación de La Alpujarra behandelt die Geografie und Geschichte der Alpujarra. Zu seinen Themen gehören ebenso das kulturelle und ethnografische Erbe der Alpujarra.

Die beiden Einrichtungen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das Centro de Patrimonio Cultural widmet sich den Gegenständen und Tätigkeitsbereichen der ethnografischen Sammlung, während das Centro de Interpretación die geografischen, historischen, kulturellen und ethnografischen Themen der Alpujarra zusammenführt.

Die Iglesia Ntra. Señora del Martirio ist neben der Kirche in Pitres eine der wenigen erhaltenen Kirchen mit gotisch-mudéjarer Struktur in La Alpujarra.

Die mittelalterlichen Cuevas-Silos de la Cará wurden von Morisken während des Alpujarras-Krieges von 1568 genutzt. Sie dienten zur Verteidigung, als Versteck und zur Versorgung. Die künstlichen Cuevas-Silos de la Cará sind von Ugíjar aus sichtbar. Sie liegen etwa 200 Meter vom Ort entfernt.

Weitere Ziele: Soportújar, Pinos Puente, Puerto Lope, La Calahorra, Salobreña, Pinos Del Valle, La Ermita und Cacin.

Landschaft und Wege

Der Sendero SL-A 205 Ugíjar–Cuesta Viñas überquert den Río Ugíjar. Er steigt durch den Barranco del Diablo in der Terrera de la Cará an; in diesem Bereich ist die Cueva de la Muela zu sehen. Der Sendero SL-A 205 Ugíjar–Cuesta Viñas führt außerdem nach Cuesta Viñas, einem Gebiet mit mineralisch-medizinischen Gewässern.

Regionale Einordnung

Ugíjar liegt im Herzen der Comarca. Hier treffen die Wege der Sierra mit denen der Alpujarra Baja und der Küste zusammen.

Feste und Traditionen

ExpoAlpujarra findet jedes Jahr während des verlängerten Wochenendes der Inmaculada im Dezember statt. Die Veranstaltung präsentiert Tourismus, Handwerk und traditionelle Produkte der Alpujarra.

Die traditionelle Fiesta de la Parva auf den Tennen des Cerro de Ugíjar umfasst das Heranschaffen von Gerste und Weizen. Zu ihren Abläufen gehören Dreschen und Worfeln. Traditionelle Musik und hausgemachte Tapas sind ebenfalls Bestandteil der Fiesta.

Die Feria y Fiestas Virgen del Martirio in Ugíjar wird seit 1606 gefeiert. Sie ist ein jährliches Fest zu Ehren der Virgen del Martirio.

Die Feste zeigen verschiedene zeitliche und inhaltliche Bezüge: ExpoAlpujarra ist jährlich im Dezember mit Tourismus, Handwerk und traditionellen Produkten verbunden, während die Fiesta de la Parva Arbeitsabläufe rund um Gerste und Weizen bewahrt. Die Feria y Fiestas Virgen del Martirio reicht in ihrer Überlieferung bis 1606 zurück.

Besichtigungen

Die Bodega Dominio Buenavista bietet ganzjährig Besichtigungen an. Sie sind für mindestens 15 Personen vorgesehen und erfolgen nach vorheriger Reservierung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.

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