Pulianas: Kirchen, Feste und Spuren der Geschichte
File:Avenida Huerta de San Antón, en Pulianas (Granada).jpg
Foto: Lopezsuarez via Wikimedia Commons, CC0
Kirchen, Steinkreuze und Festtraditionen geben Pulianas einen eigenen historischen Charakter. Zugleich öffnet sich der Ort mit der Casa de la Cultura „Maestro Dióscoro Galindo“ für Theater, Musik, Konferenzen, Kino, Ausstellungen und Workshops.
Kultur und Geschichte
Die Casa de la Cultura „Maestro Dióscoro Galindo“ ist nach einem früheren Lehrer von Pulianas benannt, der während des Spanischen Bürgerkriegs zusammen mit dem granadinischen Dichter Federico García Lorca getötet wurde.
Die Ursprünge von Pulianas reichen anhand archäologischer Überreste landwirtschaftlicher Villen in der Nähe Granadas bis in die Römerzeit zurück. Während der Nasridenzeit versorgte Pulianas Granada mit Lebensmitteln und erlebte ab der Mitte des 15. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung. Landwirtschaft, Versorgung und historische Entwicklung gehören damit zu den wiederkehrenden Linien der Ortsgeschichte.
In Pulianillas steht die Kirche Nuestra Señora de los Remedios. Sie entstand aus einem 1531 errichteten ehemaligen Kloster; der heutige Gebäudekomplex trägt den Namen Huerto de San Antón. In diesem Komplex ist außerdem eine alte Mühle erhalten. Die dort verehrte Jungfrau ist die Schutzpatronin von Pulianillas.
Die Pfarrkirche San José in Pulianas stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen prächtigen Altaraufsatz. In der Kirche werden die Bilder der Virgen de los Dolores, des Nuestro Padre Jesús Nazareno und der Virgen del Rosario aufbewahrt. Bei den entsprechenden Prozessionen am Karfreitag beziehungsweise während der Patronatsfeiern im August werden sie mitgeführt.
Am Camino Viejo befindet sich im Vía Crucis eine Gruppe von drei Steinkreuzen aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem mittleren Kreuz ist Jesus Christus in den Stein gemeißelt; die Bevölkerung von Pulianas verehrt diesen Christus de la Era. Der Vía Crucis besteht außerdem aus zahlreichen Steinkreuzen rund um das Ortszentrum sowie weiteren Kreuzen und Flachreliefs an Gebäudefassaden. Während der Karwoche wurde dieser Kreuzweg begangen.
Feste und lokale Traditionen
Am dritten Augustwochenende werden in Pulianas Feiern veranstaltet. Abwechselnd findet samstags oder sonntags eine Prozession statt: entweder mit dem Bildnis Nuestra Señora de los Remedios oder mit dem des Rosario. Die religiösen Bilder aus San José und die Prozessionen der Augustfeiern gehören dabei zu unterschiedlichen, jeweils benannten Festtraditionen.
Zum Fest La Candelaria gehört ein traditionelles Freudenfeuer, bei dem Saladillas, Schinken und Wein geteilt werden. Nach der Prozession werden zum Abschluss des Festes traditionelle Roscas verteilt. Zum Jueves Lardero gehören neben dem Hornazo traditionell auch „meceor“-Lieder.
Landschaft
Der Norden und Nordwesten von Pulianas wird von sanften Hügeln und niedrigen Erhebungen an den Hängen der Sierras de Alfacar, Víznar und de la Yedra geprägt. Im Süden und Südwesten ist das Gelände nahezu eben und weist nur sanfte Hänge auf. So treffen innerhalb des Ortes hügelige Bereiche und eine weitgehend ebene Landschaft aufeinander.
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Verbindung nach Granada
Die Buslinien 105 und 305 verbinden Pulianas mit Granada.
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