Juviles: Historische Wege, Sierra Nevada und Alpujarra-Kultur

File:Fuerte de Juviles I.JPG File:Fuerte de Juviles I.JPG Foto: Quiebrajano via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ortsbild und historische Spuren

Juviles zeigt die Alpujarra als Ort, an dem Ortsbild, Geschichte und Landschaft eng nebeneinanderstehen. Das Dorf ist als Straßendorf entlang der Provinzstraße angelegt und in die deutlich voneinander unterschiedenen Viertel Barrio Alto und Barrio Bajo geteilt. Der Ortskern von Juviles und das darunterliegende Gelände gehören zum Historischen Ort La Alpujarra. Torre e Iglesia de Juviles ist als Bereich 27 ausgewiesen.

Kirche, Festung und alte Wege

Die Iglesia de Juviles ist ein ländliches Mudéjar-Kirchengebäude aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde im 18. Jahrhundert erweitert. Als Bereich 30 ist der archäologische Fundplatz El Fuerte ausgewiesen. Dort befinden sich verstreute prähistorische und römische Überreste mit Spuren von Wandmalereien und Zisternen. Außerdem bewahrt der Fundplatz Überreste von Wasserbecken, Brunnen und mehreren Kanälen innerhalb einer möglicherweise befestigten Anlage. El Fuerte ist die Ruine einer im 8. Jahrhundert errichteten mozarabischen Festung.

Juviles erreicht man über die A-4132 von Órgiva bis zum Portichuelo de Cástaras und anschließend über die A-4130. Eine historische Verbindung zwischen den Orten bildet der Camino Viejo zwischen Juviles und Tímar, der als Bereich 9 ausgewiesen ist. Der Weg ist ungefähr 3,5 Kilometer lang, größtenteils gepflastert und diente historisch dem Verkehr von Menschen, Vieh und Karren. Die Ruta Medieval ist in den Liegenschaftsaufnahmebüchern des 16. Jahrhunderts dokumentiert. Der Abschnitt Tramo 4: Nieles-Juviles ist 6,5 Kilometer lang; dafür sind zwei Stunden angesetzt. Außerdem führt der Fernwanderweg GR-7 in Richtung Juviles weiter.

Schlucht und Gipfel der Sierra Nevada

Die Landschaft rund um Juviles reicht von historischen Ortswegen bis in höhere Berglagen. Der Barranco de los Molinos ist eine landschaftlich reizvolle Schlucht mit Steineichenvegetation, Auwald und Buschland. Der Pico de Fuente Fría ist mit 2.299 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Gipfel im Gemeindegebiet von Juviles. Von dort aus gelangt man zu den Gipfeln der Sierra Nevada. Innerhalb des Gemeindegebiets liegt außerdem die Ermita de las Ánimas de Juviles 300 Meter vom Ortskern entfernt; sie ist die einzige Einsiedelei im Gemeindegebiet.

Traditionen und Geschmack

Zu den baulichen Zeugnissen des regionalen Alltags gehören die Lavaderos de Juviles, ein repräsentatives Baudenkmal des traditionellen Lebens in der Region. Auch der Festkalender prägt den Ort: In Juviles werden die Fiestas de San Sebastián am 20. Januar gefeiert. Die Fiestas de la Virgen del Rosario finden im August ohne festes Datum statt und umfassen unter anderem eine Prozession. Die traditionelle Aufführung Moros y Cristianos, die an frühere Kämpfe erinnert, wird weiterhin veranstaltet. Kulinarisch zeichnet sich die Küche von Juviles besonders durch ihre luftgetrockneten Schinken aus.

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