Picanya – Geschichte, Huerta und lebendige Feste
Unterkünfte in Picanya
Picanya ist ein Ort, in dem sich Geschichte und heutiges Kulturleben unmittelbar begegnen. Das Centre Cultural befindet sich in einem 1910 errichteten Gebäude mit modernistischer Fassade und eklektischem Erscheinungsbild. Heute wird es als Kulturzentrum für Aufführungen und Veranstaltungen genutzt.
Weitere Orte
Weitere Orte auf dieser Ebene: Siete Aguas, Oliva, Calles, Mareny de Barraquetes, Navarrés, L'alcúdia, Loriguilla und Carlet.
Geschichte und Baukultur
Die Ursprünge Picanyas werden auf eine muslimische Alquería zurückgeführt. Im Zuge der Reconquista übertrug Jakob I. diese 1238 gemeinsam mit Torrent dem Hospitaliterorden. Die Altstadt liegt im Umfeld der ehemaligen Alquerías de Sant Joan del Mercat und de Martí; dieser Bereich bildet den ersten bekannten städtischen Kern.
Die Església de la Verge de Montserrat ist eine Renaissancekirche aus dem 17. Jahrhundert. Sie besteht aus drei Schiffen mit dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Das Ateneu ist ein repräsentatives ziviles Gebäude Picanyas und ein besonders sehenswertes Ziel für Besucher. Die Alqueria de Raga ist muslimischen Ursprungs und gilt als eines der ältesten, von der Bevölkerung besonders geschätzten Denkmäler Picanyas. Diese Orte führen von heutiger Kulturarbeit über zivile und sakrale Architektur bis zu muslimischen Ursprüngen.
Wasser und Huerta
Im Norden des Gemeindegebiets liegt die Alquería de Foia in der Huerta de Benàger, nördlich des Barranco de Chiva; sie ist über den Camí de la Foia erreichbar. In diesem Gebiet gibt es typische Alquerías und eine bis in die andalusische Zeit zurückreichende Bewässerungstradition über Bewässerungsgräben.
Die Ruta del Agua ist ein Rundgang, auf dem sich kulturelle, wasserbauliche und natürliche Elemente des Ortes entdecken lassen. Zu ihren Stationen zählen der Molí de la Villa und das Centro de Interpretación de la Naturaleza. So treffen in Picanya Baukultur, Wasserwirtschaft und Landschaft in einem gemeinsamen Rundgang zusammen. Alquerías, Bewässerungsgräben und die genannten Stationen geben dem Thema Wasser dabei eine kulturelle und landschaftliche Seite.
Unterwegs in Picanya
Picanya verfügt über eine Metrovalencia-Station an den Linien 1, 2 und 7, die die Gemeinde mit Valencia verbinden. Im Gemeindegebiet gibt es außerdem ein ausgedehntes Radwegenetz mit mehr als 18 Kilometern. Es bietet Panoramablicke über die Huerta und führt an Bereichen mit zahlreichen Baumarten vorbei.
Feste und Küche
Zu den Festes Majors von Picanya gehören Straßenumzüge, Musik- und Theateraufführungen, Festzüge, Prozessionen und Blumenopfer. Zur Corpus-Christi-Feier gehören ein Blütenteppich für die Prozession und traditionelle Tänze. Zur Tradition von Sant Antoni Abad gehört eine öffentliche Segnung von Tieren, insbesondere von Pferden und Eseln. Die Falles werden in Picanya vom 15. bis 19. März gefeiert.
Zur lokalen Küche Picanyas gehören Reisgerichte wie Paella, arròs a banda, ein typisches Seegericht, und arròs amb fesols i naps mit Rind- und Schweinefleisch.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valencia.