Senija: Freiluftkunst, Kirchengeschichte und Wanderwege
Unterkünfte in Senija
Kultur
Das Museu Obert de Senija (MOS) macht den Ort beim Spaziergang durch seine Straßen zur offenen Ausstellungsfläche: Der Zugang ist kostenlos, und an Fassaden und Mauern finden sich künstlerische Gestaltungen. Die Kunstwerke spiegeln häufig die Lebensweise der Einwohner wider. Für kulturgeschichtlich Interessierte öffnet sich damit in Senija ein Zugang, der Kunst und Ortsleben zusammenführt.
Die heutige Kirche Santa Caterina stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde auf einer alten arabischen Moschee errichtet. In der Kirche befindet sich eine barocke Skulptur aus polychromem Holz von La Mare de Déu dels Desemparats. Außerdem bewahrt sie ein aus der früheren Kirche stammendes Bild von La Mare de Déu de La Misericòrdia aus dem 14. Jahrhundert. Baugeschichte und Kunstwerke lassen an Santa Caterina verschiedene Zeiten zusammentreffen.
Geschichte
Der L’Arc Gòtic ist ein zugespitzter gotischer Backsteinbogen. Sehr wahrscheinlich stammt er aus der Zeit, in der Senija 1535 zu einer von Benissa abhängigen Morisken-Vikarie erhoben und 1569 als eigene Pfarrei eingerichtet wurde. Der Bogen steht damit im Zusammenhang mit einer wichtigen historischen Entwicklung des Ortes.
Die Kapelle Mare de Déu Negreta wurde 1965 erbaut und befindet sich in der Flur La Cometa von Senija. Die Patronatsfeste von Senija werden zu Ehren der Virgen de los Desamparados und der Santa Catalina Màrtir am ersten Maiwochenende gefeiert. Die Einwohner Senijas widmeten sich hauptsächlich der Herstellung von Rosinen und dem Anbau von Trauben für den Export. Kapelle, Festtage und Arbeitsgeschichte geben den kulturellen Themen in Senija unterschiedliche Formen.
Weitere Ziele in dieser Auswahl sind Elche, Jacarilla, Agres, Alcalalí, Busot, Alfafara, Rojales und Portichol.
Wege und Landschaft
Der Rundgang „Senija. Va de sentits“ nutzt an jeder Station Tafeln mit QR-Codes, über die interaktive historische Informationen bereitgestellt werden. Der Rundgang ist 1,09 Kilometer lang und weist einen niedrigen technischen Schwierigkeitsgrad auf. So verbindet dieser Weg Bewegung mit historischen Inhalten, ohne seine konkrete Ortsstruktur zu verlieren.
Die Cova de la Garganta ist von Senija aus über den Camí dels Murtalets in Richtung Les Bassetes erreichbar; der Weg führt bis zu einem Gipfel mit dem eisernen Kreuz Creu Alta. Die Cova de la Garganta ist wenig tief, hat eine horizontale Ausdehnung von 50 Metern und ist als Felsunterstand katalogisiert. Felsunterstand und Gipfelkreuz bilden dabei zwei klar benannte Punkte dieses Weges.
Die Route La Creu de Senija führt zu einem Kreuz auf 405 Metern Höhe und bietet einen Panoramablick über das gesamte Gorgos-Becken bis zur Mündung am Fuß des Montgó. Der PR-CV 53.5 Camí dels Morterets führt an wertvollem Mauerwerkserbe und alten Terrassenfeldern an den Hängen entlang. In diesen Routen treffen Weite, historische Bauzeugnisse und Spuren früherer Bewirtschaftung aufeinander.
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