Almoradí zwischen Huerta, Bewässerungserbe und Natur
Unterkünfte in Almoradí
Almoradí verbindet Stadtgeschichte mit dem Bewässerungserbe der Huerta. Das Museo del Terremoto befindet sich im letzten erhaltenen wiederaufgebauten Wohnhaus aus der Zeit nach dem Erdbeben von 1829 in Almoradí. Durch dieses Bewässerungserbe führt die Ruta del Agua: Der Besucherweg verläuft unter anderem an der alten Brücke, an Bewässerungskanälen, Entwässerungsgräben und Aussichtspunkten über die Huerta vorbei und auch durch das Stadtzentrum. Der Azud de Alfeitamí ist eines der bedeutendsten Bewässerungsbauwerke am unteren Lauf des Segura; seine ersten Ausführungen stammen aus dem späten 16. Jahrhundert.
Weitere Ziele
Weitere Ziele: Guardamar Del Segura, Ondara, Beniaia, Crevillente, Pedreguer, Orihuela, Mutxamel, Tabarca
Kultur
Der Besuch des Museo del Terremoto dauert etwa 45 Minuten, ist nur nach vorheriger Reservierung möglich und auf höchstens sechs Personen pro Besuch begrenzt. Für kulturgeschichtlich Interessierte reichen die Themen in Almoradí vom wiederaufgebauten Wohnhaus über die Pfarrkirche bis zum Bewässerungsbauwerk.
Die Pfarrkirche San Andrés gilt als wichtigstes erhaltenes Baudenkmal im historischen Stadtgefüge von Almoradí. Das Juzgado Privativo de Aguas del Azud de Alfeitamí verwaltet und verteilt das Bewässerungswasser in seinem Zuständigkeitsgebiet. Die Gesellschaft Casino von Almoradí wurde 1882 gegründet und entwickelte sich später zu einem historischen Veranstaltungsort für Tänze, Karnevalsfeiern, Gesprächsrunden und Präsentationen.
Wege
Die Ruta de La Huerta – El Paisaje de Sequeros ist ein etwa vier Kilometer langer Rundweg durch traditionelle Anbauflächen sowie die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Die Ruta de Los Mazones folgt der historischen Viehtrift Colada de los Pastores, führt durch Almoradí und kann in etwa zwei Stunden zurückgelegt werden. Zusammen führen die Wege durch Anbauflächen, über historische Trassen und durch das Stadtzentrum.
Natur
Das geschützte Naturgebiet Hoyo Serrano wurde 1994 ausgewiesen, umfasst etwa 85 Hektar und liegt zu 42 Prozent auf dem Gebiet von Almoradí. Im Hoyo Serrano prägt die Aleppo-Kiefer die Landschaft; dort gibt es ein Ökosystem mit Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren. Die Sotos am Fluss Segura sind renaturierte Flussuferbereiche entlang des Flusses und Teil eines Grünen Korridors; sie umfassen unter anderem Picknickflächen und Spielbereiche für Kinder. Der Árbol de los Mazones wurde vor fast einem Jahrhundert gepflanzt und zählt zu den letzten monumentalen Bäumen der Comarca.
Alltag und Tradition
Samstags findet der Wochenmarkt von Almoradí statt. Er erstreckt sich über mehr als einen Kilometer und wurde 2011 als Markt von provinzialem touristischem Interesse ausgezeichnet. Die Feria und die Fiestas de Moros y Cristianos in Almoradí verbinden religiöse Tradition, die Identität der Huerta, historische Festmesse, Musik und breite Beteiligung der Bevölkerung; die Fiestas de Moros y Cristianos bestehen seit 1978. Bei Pava borracha wird das traditionelle Gericht in drei Gängen beziehungsweise „vuelcos“ serviert.
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