Cieza: Felskunst, Geschichte und Wege am Segura
Unterkünfte in Cieza
Cieza verbindet eindrucksvolle Landschaften am Segura mit Felskunst, archäologischen Stätten und lebendigen Zeugnissen regionaler Geschichte. Der Cañón de Almadenes ist fast 4 Kilometer lang und mehr als 150 Meter tief. Zugleich ist er Lebensraum für verschiedene Greifvögel, darunter der Bonelli-Adler, und gilt als wichtigstes Rückzugsgebiet der Region für den Fischotter mit der größten Population dieser Art.
Weitere Orte
Weitere Orte auf derselben Ebene sind Zarcilla De Ramos, Torre Guil, Ojós, Henares, El Esparragal, Águilas, Villanueva Del Río Segura und Doña Inés.
Kultur und Geschichte
In der Cueva-Sima de la Serreta liegen mehr als fünfzig Felskunstfiguren auf zwei Tafeln verteilt. Sie gehören zur schematischen Felskunst, darunter befinden sich einige Figuren im seminaturalistischen Stil. Die Höhle weist außerdem Besiedlungsspuren vom Neolithikum über die Romanisierung bis zum islamischen Mittelalter auf. Dort finden sich paläolithische, levantinische und schematische Felskunst; Felskunst dieser Arten aus mehreren Höhlen des Gebiets gehört seit 1998 zum UNESCO-Welterbe.
Die archäologische Stätte Medina Siyasa umfasst etwa 700 im 11. Jahrhundert errichtete Häuser, ihre Blütezeit lag im 12. und 13. Jahrhundert. An der Stätte sind einige dieser Häuser sowie die dazugehörigen Straßen und Mauern zu sehen. Im Museo de Siyasa stehen maßstabsgetreue Nachbildungen der Häuser 6 und 10 von Medina Siyasa. Die Sammlung und Ausstellung des Museums umfasst mehr als 90.000 Objekte aus Archäologie, Kunst, Wissenschaft und Ethnografie.
Auch im Ortsbild treffen verschiedene historische Epochen aufeinander. Der Balcón del Muro ist ein historisches Ensemble aus einer alten Festung aus dem 15. Jahrhundert und der heutigen, im Jahr 1898 errichteten Mauer. Die Basílica de Ntra. Sra. de la Asunción besitzt drei Schiffe; an ihrer Hauptfassade befinden sich Reliefs mit barocken Voluten. Das Museo Molino de Teodoro befindet sich in einer alten Mühle aus dem Jahr 1507.
Traditionen
Das Pequeño Museo del Esparto dokumentiert die traditionellen manuellen Verarbeitungsprozesse von Esparto in Cieza und zeigt die dabei verwendeten Geräte und Werkzeuge. Nach Vereinbarung gibt es Besuche mit Vorführungen des Esparto-Handwerks sowie der Herstellung von Garnen und Scheuerschwämmen. Zum Veranstaltungskalender gehören außerdem eine Feria und Patronatsfeste zu Ehren von San Bartolomé.
Wege und Landschaft
Die Ruta de los Puentes führt auf 7,5 Kilometern über verschiedene Brücken und Stege am Segura durch Cieza. Der Sendero Azul Paseo Ribereño verläuft an beiden Ufern des Segura durch Cieza und umfasst vielfältige Landschaftsräume sowie eine vielfältige Flora und Fauna. Für Wandernde und Radfahrende verläuft die 13,7 Kilometer lange Vía Verde del Chicharra Cieza auf der früheren Bahntrasse der als „Chicharra“ bekannten Eisenbahn. Der Abschnitt in Cieza ist außerdem Teil des Pilgerwegs Camino de la Vera Cruz nach Caravaca.
Die Vía Verde de la Floración de Cieza verläuft über fast 10 Kilometer und kann mit weiteren Wegen zu einer fast 40 Kilometer langen Rundroute verbunden werden. Ihre Blütezeit liegt am Ende des Winters und lockt Besucher zu den Feldern mit Pfirsich-, Pflaumen-, Mandel-, Aprikosen-, Paraguayo- und Nektarinenbäumen.
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