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Villarroya: Steineichenwald, Geschichte und Sternenhimmel

Unterkünfte in Villarroya

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Waldlandschaft und Naturbeobachtung

Villarroya gehört zum Biosphärenreservat La Rioja. Prägend ist der Carrascal de Villarroya: Der 264,4 Hektar große Steineichenwald liegt am Südhang der Sierra de Yerga und ist eines der wenigen verbliebenen Zeugnisse der früheren Dehesas in La Rioja. Im Erholungsgebiet El Carrascal wachsen Steineichen und aufgeforstete Kiefern. Zum Tierbestand des Erholungsgebiets gehören Feldhase, Gartenschläfer, Wiesel, Rebhuhn, Perleidechse und Marmormolch. Die reife Waldstruktur umfasst stehendes und liegendes Totholz sowie zahlreiche Mikrohabitate an den Stämmen großer Bäume; diese Bedingungen begünstigen unter anderem das Vorkommen des als gefährdet eingestuften Käfers Limoniscus violaceus.

File:Fuente de Villarroya, Villarroya, España.JPG File:Fuente de Villarroya, Villarroya, España.JPG Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wege, Fundstelle und Orientierung

Die Ruta de la Encina de Villarroya ist leicht, 1,61 Kilometer lang und dauert von der Straße LR-123 aus zu Fuß etwa 35 Minuten. Das Erholungsgebiet El Carrascal erreicht man über die Straße von Villarroya nach Grávalos; am Ende des Steineichenwalds biegt man rechts ab. Die Encina de Villarroya o de Mario gehört zu den 60 bedeutenden Einzelbäumen von La Rioja.

Villarroya gilt als einer der geeigneten Orte im Gebiet des Biosphärenreservats La Rioja, um den Nachthimmel zu beobachten. Dieses Gebiet wurde im Juli 2012 als erstes spanisches Reiseziel in einem Schutzgebiet von der Fundación Starlight zertifiziert. Im Umfeld befindet sich die klassische paläontologische Fundstelle Yacimiento de mamíferos del Cuaternario de Villarroya mit einer vielfältigen villafranchischen Wirbeltierfauna. Dazu zählen Fossilien von 11 Raubtierarten, 7 Paarhuferarten und 2 Unpaarhuferarten. Für die Fundstelle sollen keine touristischen oder Freizeitaktivitäten durchgeführt werden. Von Villarroya gelangt man nach Süden durch den Steineichenwald in Richtung der Schlucht; zur Fundstelle gibt es keinen Weg oder Pfad.

Spuren des Dorflebens

Auch abseits von Wald und Fossilien zeigt Villarroya Spuren seiner Arbeits- und Alltagsgeschichte. Die Abejera de Villarroya befindet sich in einer Höhle in einer Felswand über einem Bach im Carrascal. Im Ort gibt es traditionelle Viehunterstände für Ziegen und Schafe, darunter in den Fels gegrabene Einfriedungen, sowie traditionelle Bienenhäuser zur Honigproduktion aus Mauerwerk, Lehmziegeln und Gips. Die Ruta de las Neveras umfasst die restaurierten Schneebrunnen von Villarroya.

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Der Paseo de las Bodegas wurde 2009 hergerichtet; dabei wurden ehemalige Viehunterstände in Familienweinkeller umgewandelt. Bis 1968 wurde in Villarroya Kohle abgebaut, und in diesem Jahr schlossen die letzten Kohlebergwerke. Die Pfarrkirche San Juan Bautista gehört in Villarroya zu den touristischen Ressourcen. Zu den lokalen Festen gehört San Juan Bautista am 24. Juni, außerdem Gracias am dritten Sonntag im September.

Weitere Orte im selben Reisegebiet: Muro De Aguas, Torrecilla En Cameros, Hornos de Moncalvillo, Munilla, Clavijo, Sorzano, San Román De Cameros, Ausejo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Rioja.

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