Vilaverd: Bronzezeitspuren, Eishäuser und Wanderrouten

File:Calle Mayor, municipio de Vilaverd (provincia de Tarragona).jpg File:Calle Mayor, municipio de Vilaverd (provincia de Tarragona).jpg Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Der Barranc del Mal Torrent, auch Barranc del Povet genannt, weist Felsüberhänge und ähnliche Fundstellen mit bildlichen Darstellungen aus der Zeit von der frühen Bronzezeit bis zur späten Bronzezeit III auf und ist als BCIN ausgewiesen.

Landschaft

Die Landschaft von Vilaverd gilt als bewaldet und landwirtschaftlich geprägt. Zu ihr gehören im Westen die Ausläufer der Muntanyes de Prades, im Osten die Serra de Miramar und die Ufervegetation des Francolí. 378,13 Hektar des Gemeindegebiets liegen im EIN Muntanyes de Prades, das ebenfalls zum Natura-2000-Netz gehört. Das Gemeindegebiet ist teilweise in das Gebiet von geologischem Interesse Esculls de la Riba einbezogen. Dieses ist durch biokonstruierte Einheiten der Einheit von La Riba mit karbonatischen Materialien sowie durch Dolomitvorkommen gekennzeichnet. Bewaldete und landwirtschaftliche Flächen, Bergzüge, Flussufer und geologische Formen bilden die verschiedenen Landschaftsmotive.

Kultur und Geschichte

Das Santuari de la Mare de Déu de Montgoi steht auf einem kleinen Hügel neben dem Bahnhof und ist seit jeher ein Ort der Verehrung für die Einwohner von Vilaverd. Die Verehrung der Mare de Déu de Montgoi ist seit dem 13. Jahrhundert belegt, während das heutige Santuari de la Mare de Déu de Montgoi aus dem 15. Jahrhundert zu stammen scheint.

Eine besondere Bauform zeigen die Eishäuser von Vilaverd: Es handelt sich um unterirdische zylindrische Steinbauten mit Gewölbedächern, die zur Herstellung von Eis aus mit Stroh getrennten und verdichteten Schneeschichten genutzt wurden. Außerhalb von Vilaverd können zwei gut erhaltene Eishäuser am Fuß der zu ihrem Schutz leicht verlegten Straße besichtigt werden.

Auch die Hauptfassade der Església de Sant Martí weist mehrere Elemente auf: ein rundbogiges Portal, ein rundes Fenster und zwei obere Öffnungen für die Glocken. Zusammen mit dem Santuari und den Eishäusern gehören damit Sakralbau, traditionelle Bauweise und technische Alltagsgeschichte zu den konkreten Kulturmotiven des Ortes.

Wanderrouten

Die Ruta de les Antigues Guixeres de Vilaverd beginnt am Bahnhof von Vilaverd und führt an den ehemaligen Gipsgruben und alten Gipsöfen von Vilaverd vorbei. Auf der Route kann die Guixera del Tòfol beziehungsweise dels Robusté von außen besichtigt werden.

Als Rundweg verläuft die Route De Vilaverd al Clot de’n Goda entlang der Grenzen von Vilaverd sowie durch die Täler des Francolí und des Brugent. Am Clot d’en Goda ist sie als gesundheitsfördernder Weg ausgeschildert; ihr Abschnitt auf dem GR 7 trägt die entsprechenden weiß-roten Markierungen des Fernwanderwegs der FEEC.

Die Route Punta Cucurulla del mas d’en Just i les Garrigues de Vilaverd ist 10,780 Kilometer lang, dauert ungefähr vier Stunden, weist einen mittleren bis hohen Schwierigkeitsgrad auf und umfasst 629 Höhenmeter Auf- und Abstieg.

Weitere Reiseziele: Santa Coloma De Queralt, Albinyana, Sant Jaume D'enveja, Sant Carles de la Ràpita, La Masó, Vilanova De Prades, Capçanes, Alcanar.

Feste

Die Festa Major de Vilaverd findet zu Sant Cristòfol im Juli statt. Das Winterfest von Vilaverd ehrt Sant Martí, den Schutzpatron des Ortes, und findet im November statt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarragona.

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