Pira: Gipssteinbrüche, Kultur und Wege durch die Landschaft
Pira zwischen Hügel, Bach und Ebenen
Pira liegt auf einem kleinen Hügel, der vom Torrentill-Bach umgeben ist. Hinzu kommt ein natürliches Becken des Flusses Anguera, eines Nebenflusses des Francolí. Diese Landschaft gibt dem Ort einen klaren räumlichen Charakter: Der Ortskern hebt sich aus der Umgebung heraus, während die Ebenen und Wasserläufe den Rahmen für Erkundungen bilden.
Am Tossal de la Bala gibt es eine Campingzone mit Wasserversorgung und Duschen.
Eine passende Route, um diesen ländlichen Raum kennenzulernen, ist die Route de les pedreres de Pira. Sie ist ausgeschildert und familiengeeignet und führt durch die Ebenen von Pira. Dabei gelangen Sie zu ehemaligen Gipssteinbrüchen und Gipsöfen. Einige dieser Anlagen waren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts sehr aktiv. Die Route verläuft außerdem durch eine Landschaft von hohem ökologischem Wert.
Kultur und Baugeschichte im Ort
Im Ortsbild von Pira treten mehrere konkrete Zeugnisse der Bau- und Wirtschaftsgeschichte hervor. Der Celler del Sindicat Agrícola in Pira ist ein modernistisches Gebäude des Architekten Cèsar Martinell. In der Altstadt sind einige Herrenhäuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten, darunter Cal Celdoni, Cal Batllevell und Cal Poblet.
Auch die Bodega der Cooperativa Agrícola de Pira gehört zu den markanten historischen Bauwerken des Ortes. Sie wurde 1919 eingeweiht. Zusammen mit dem Celler del Sindicat Agrícola verweist sie auf die landwirtschaftlich geprägte Geschichte Piras. Für kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher liegen damit mehrere konkrete Anlaufpunkte im Ort, während die Herrenhäuser den Blick auf die ältere Ortsgeschichte lenken.
Wege mit Blick auf die Conca de Barberà
Eine weitere Perspektive eröffnet der Camí de la Senyera. Auf diesem Weg können einige der repräsentativsten Gipssteinbrüche von Pira kennengelernt werden. Außerdem bietet die Route Ausblicke auf die Conca de Barberà. Die beiden Routen setzen dabei eigene Schwerpunkte: Die Route de les pedreres de Pira führt durch die Ebenen und zu ehemaligen Gipsöfen; der Camí de la Senyera bietet eine andere Perspektive mit einigen der repräsentativsten Gipssteinbrüche von Pira und Ausblicken auf die Conca de Barberà.
Feste im Jahreslauf
Zum örtlichen Veranstaltungskalender gehören zwei Feste mit eigenem Termin im Jahreslauf. Die Festa Major von Pira wird zu Sant Salvador im August gefeiert. Die kleinere Festa Major Petita findet zu Sant Sebastià im Mai statt. Wer Pira nicht nur über Wege und Bauwerke, sondern auch über seine festlichen Traditionen kennenlernen möchte, findet damit zwei unterschiedliche Zeitpunkte im Jahr, die im Ort verankert sind.
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