Os de Balaguer: Burg, Glocken und katalanische Geschichte
Unterkünfte in Os De Balaguer
Os de Balaguer verbindet eine Burg am Fluss mit Glockenkultur, frühen Siedlungsspuren und Wegen durch Schluchten und Weinberge. Das Castell d’Os de Balaguer steht auf einem Hügel am linken Ufer des Flusses Farfanya. An dieser Stelle bildet der Fluss eine westwärts gerichtete Schleife um die Burg, während sich östlich davon die Altstadt von Os erstreckt.
File:Ermita de la Mare de Déu d'Aguilar (Os de Balaguer).jpg
Foto: Mafricadsp via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Weitere Ziele: Ossó De Sió, Les Avellanes i Santa Linya, Les Avellanes, Alcarràs, Vielha, Esterri De Aneu, El Pi de Sant Just und Llés.
Kultur und Geschichte
Die dem heiligen Michael geweihte Kirche Sant Miquel stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ihre barocke Fassade, drei Schiffe und der quadratische Glockenturm prägen das Ensemble. Der Turm wird in mittlerer Höhe polygonal und ist seit 1988 Schauplatz der Trobada de Campaners de Catalunya. Dieses lebendige Fest pflegt das Glocknerhandwerk und das manuelle Glockenläuten, das als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt ist.
Das Castell d’Os de Balaguer hat sarazenische Ursprünge. Etwa im 9. Jahrhundert wurde es befestigt, um die Grenze von al-Lãridi gegen die Karolinger zu verteidigen. Im ehemaligen gotischen Saal der Burg befindet sich das Museu de les Campanes de Catalunya. Dort ist eine vielfältige Sammlung von Glocken und Glockenjochen untergebracht. Die ausgestellten Glocken reichen vom späten 17. Jahrhundert bis zu jüngeren Exemplaren; darunter befinden sich auch Stücke, die in Os gegossen wurden.
Mit Os Vell reicht die Geschichte des Ortes bis in die späte Bronzezeit zurück. Die Siedlung war durch eine Mauer geschützt. Erhalten sind Mauerreste und Terrassierungen, außerdem wurden dort Fragmente handgefertigter Keramik gefunden. Einen anderen kulturgeschichtlichen Akzent setzt die restaurierte Casa-Museu Leandre Cristòfol. Sie bietet Besuchern Einblicke in die Anfänge eines bedeutenden Avantgarde- und surrealistischen Bildhauers in Katalonien und Spanien.
Zum historischen Umfeld gehört auch das Monestir de Santa Maria de Bellpuig de les Avellanes. Es entstand 1180 durch die Vereinigung zweier prämonstratensischer Gemeinschaften, die seit 1166 bestanden. Das Kloster wurde zum ersten und wichtigsten prämonstratensischen Haus des ganzen Landes.
Landschaft und Wege
Der Stausee von Canelles ist der größte Stausee im Einzugsgebiet des Flusses Noguera Ribagorçana. Sein Fassungsvermögen beträgt 680 hm³. Im Gebiet von Os de Balaguer queren BTT-Strecken Schluchten, Weinberge und vergessene Bauernhöfe und verbinden dabei unterschiedliche Landschaftsbilder mit Spuren der ländlichen Vergangenheit.
Von Balaguer aus verläuft eine Anfahrt auf der C-12 in Richtung Àger und anschließend links auf der L-910 nach Os de Balaguer. Eine Route beginnt in Os de Balaguer; zu ihren Zielen gehören das Castell d’Os, die Kirche Sant Miquel und das Monestir de Santa Maria de Bellpuig de les Avellanes. Wanderwege führen außerdem an das Malignum Castrum heran.
Besichtigungen
Besichtigungen in Os de Balaguer sind montags bis freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr sowie am zweiten und vierten Sonntag jedes Monats von 9:00 bis 14:00 Uhr vorgesehen. Die Zeiten können je nach Saison oder Verfügbarkeit variieren; eine Vorabreservierung ist erforderlich.
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