Juncosa entdecken: Kirche, Geschichte und Rundrouten
Unterkünfte in Juncosa
Pfarrkirche und historische Spuren
Juncosa zeigt seine Geschichte an einzelnen, klar datierten Orten. Die Pfarrkirche Església Parroquial de la Nativitat de Nostra Senyora wurde 1468 außerhalb der Burganlage errichtet und im 18. Jahrhundert erweitert. Sie hat eine neoklassizistische Fassade und einen neoklassizistischen Turm sowie einen barocken Innenraum mit drei Schiffen, Querhaus und Tambourkuppel. Dazu gehören ein Mosaikboden, polychrom bemalte Wände, eine mit einem Sternenhimmel ausgemalte Tambourkuppel und Medaillons mit Darstellungen der vier Evangelisten.
File:Juncosa de les Garrigues, temps de flors.jpg
Foto: Angela Llop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Auf der Plaça del Mig del Món steht ein 5.000 kg schweres Steinmonument, das am 2. März 1997 eingeweiht wurde. Der Porxo del mig ist eine aus Naturstein errichtete Arkade mit einem leicht abgeflachten Rundbogen; seine Inschrift nennt den 21. April 1598. Historisch war der Porxo del mig einer von zwei Eingängen zur ehemaligen Burganlage von Juncosa.
Etwa 1 km von Juncosa entfernt liegt die Ermita de Sant Joan in einer großen Felsnische. Ihre erste dokumentierte Erwähnung stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Der örtlichen Überlieferung zufolge soll Wasser, das neben der Ermita aus einer Tropfstelle austritt, Augenleiden heilen; traditionell wäscht man sich dort zum Schutz die Augen.
Die aufgegebene Siedlung La Sisquella liegt etwa 6 km nördlich von Juncosa und wurde erstmals 1152 urkundlich erwähnt. Heute stehen dort das Bauernhaus Mas de la Sisquella von 1786 und ein alleinstehender Spitzbogen aus dem 12. Jahrhundert; außerdem sind die Fundamente eines Wehrturms erhalten.
Fels, Rundrouten und Anreise
Zur Aktivseite gehört die Cova de Juncosa. Sie ist ein Anlaufpunkt für Boulderer und weist Kletterlinien mit hohem Schwierigkeitsgrad auf. Für die Anreise nach Juncosa ist das private Fahrzeug die beste Möglichkeit, da es dort keinen regelmäßigen öffentlichen Verkehr gibt.
Zwei Rundrouten setzen Juncosa als Start und Ziel. Die etwa 6 km lange Strecke führt bei starken Steigungen zur Masia del Nogueret sowie zu ummauerten Felsnischen und Gewölbehütten; wegen der starken Höhenunterschiede wird von der Nutzung von Fahrzeugen abgeraten. Die etwa 12 km lange Route verläuft größtenteils über die Straße LV-7011 und führt zu Gewölbehütten, ummauerten Felsnischen, Zisternen sowie zur aufgegebenen Siedlung La Sisquella mit einem alleinstehenden Spitzbogen aus dem 12. Jahrhundert. Für diese Route wird ein Fahrzeug empfohlen.
Geführte Erlebnisse in Juncosa
Die Tour de les Cabanes ist eine geführte Besichtigung mit Olivenölverkostung, die in Juncosa an der Ölmühle der Agrícola Sant Isidre beginnt. Vive el mundo de las abejas ist ein geführtes Erlebnis auf einem Bauernhof und an einem Bienenstand in Juncosa, zu dem Verkostungen von Honig und Aufgüssen aus Olivenblättern gehören.
Für die weitere Reiseplanung können Sie auch diese Ziele aufrufen: Abella De La Conca, Torrebesses, Cabanabona, Castellbò, El Pi de Sant Just, La Noguera, Avellanos, Músser.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.