Guimerà – mittelalterliches Ortsbild und Kultur
Unterkünfte in Guimerà
Guimerà verbindet ein mittelalterlich geprägtes Ortsbild mit sakraler Kunst, einem Museum und Wegen in die Landschaft. Im historischen Ortskern stehen Steinhäuser, Bögen, überdachte Strukturen und Laubengänge entlang schmaler, gestufter Gassen. An der Plaça Major, inmitten dieses mittelalterlichen Ortskerns, befindet sich das Museu de Guimerà – La Cort del Batlle.
Ortsbild und Geschichte
Am Übergang zwischen der Hochebene und dem Tal des Flusses Corb liegt das Castell de Guimerà. Zu den Ruinen gehört ein vertikal geteilter, etwa 20 Meter hoher Turm, der direkt auf dem Fels steht. Das Castell entstand aus einem Wachturm aus dem 11. Jahrhundert an der Grenze zum islamischen Gebiet und ist erstmals 1038 urkundlich erwähnt.
Sakralbauten und Museum
Die Església de Santa Maria wurde im 14. Jahrhundert erbaut; die Bauarbeiten dauerten bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, als der Glockenturm vollendet wurde. In der Kirche befindet sich ein Alabasteraltarbild der Mariä Himmelfahrt aus dem Jahr 1940 von Josep M. Jujol im von Gaudí beeinflussten Stil. Die Capella de Sant Esteve aus dem 14. Jahrhundert war dem Hospital des Ortes angegliedert und zeigt Reproduktionen von zwei gotischen Tafeln des Malers Ramon de Mur. Baugeschichte und Ausstattung der Kirche stammen aus unterschiedlichen Jahrhunderten.
Im Erdgeschoss des Museu de Guimerà sind das „Sepulcre de Bernat de Boixadors“ des Meisters Guillem Seguer aus dem 14. Jahrhundert sowie elf Grabplatten aus Ausgrabungen von 2011 ausgestellt. Die Ausstellung „Terra de Monestirs“ konzentriert sich fast vollständig auf das Kloster Santa Maria de Vallsanta. Das Museum ist für den Zugang von Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst. Geführte Besichtigungen des Museums und der mittelalterlichen Vila Medieval von Guimerà können für jeden Tag des Jahres telefonisch, per WhatsApp oder über das Reservierungsformular gebucht werden.
Landschaft und Wege
Zwei Routen führen in die Landschaft. „La Bovera i el Riu Corb“ führt zum Santuari de la Bovera und bietet Ausblicke auf den Fluss Corb, Ciutadilla und die Region Urgell. Die „Ruta de la pedra seca“ verläuft am Südhang des Gemeindegebiets von Guimerà in Richtung der Ebenen von Verdú und führt an alten Trockenmauern sowie aufgegebenen Feldparzellen vorbei. Das Santuari de la Bovera liegt 2 km von Guimerà entfernt auf einem Hügel mit Blick auf die Landschaft der Comarca. Neben der heutigen Kapelle befindet sich ein Teil des romanischen Kreuzgangs des Zisterzienserinnenklosters Bovera aus dem 12. Jahrhundert.
Weitere Orte
Weitere Orte auf dieser Ebene sind Les Valls D'aguilar, Talarn, La Granadella, Civís, Bescaran, Rubió, Alás und Erdo.
Handwerk und Markt
Auf der Fira Medieval de Guimerà zeigen mehr als zwanzig Kunsthandwerker Vorführungen historischer Gewerke: Schmiedekunst, Glasherstellung, Steinbearbeitung, Espartograsarbeiten, Korbflechten, Pergamentarbeiten, Böttcherei und Keramik. Der Mittelaltermarkt von Guimerà findet ungefähr am zweiten Augustwochenende statt.
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