S'Agaró: Küstenweg, modernistische Baukultur und Buchten
Unterkünfte in S'agaró
Küste und Landschaft
S'Agaró ist durch den Camí de Ronda de S'Agaró als architektonisch geprägter Küstenweg und als Kulturgut von nationalem Interesse ausgewiesen. Entlang der Küste verbindet er die Platja de Sant Pol und Sa Conca. Sein Verlauf beginnt an der Bucht von Sant Pol und endet an der Platja del Racó. Parallel zum Camí de Ronda verläuft eine 2 km lange Via-Brava-Strecke zum Freiwasserschwimmen.
File:Església de Nostra Senyora de l'Esperança de S'Agaró 2.jpg
Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Küstenurbanisation von S'Agaró liegt auf einem Hügel, der von schmalen, kiesigen Buchten sowie felsigem Granitgelände geprägt ist. Entlang des Camí de Ronda de S'Agaró befindet sich die Cala Pedrosa, die einzige Sandbucht an diesem Küstenweg. Auf den Zugangstreppen zur Cala Pedrosa aus dem Inneren der S'Agaró-Urbanisation steht ein Menhir. Küstenweg, Bucht, Felsgelände und Schwimmstrecke geben der Landschaft unterschiedliche Konturen. Wer sich für Küstenformen interessiert, begegnet hier Sand, Kies und Granit in den konkret benannten Landschaftsräumen von S'Agaró.
Geschichte und Architektur
Der Ortskern von S'Agaró wurde 1995 in der Kategorie eines historischen Ensembles als Kulturgut von nationalem Interesse neu eingestuft. S'Agaró gehört zu den ersten an der Costa Brava errichteten Wohngebieten und ist das einzige, das seine stilistische Einheit bewahrt hat. S'Agaró Vell ist eine mediterrane Gartenstadt im modernistischen Stil und als Kulturgut von nationalem Interesse eingestuft. Die Ortsgeschichte zeigt sich damit in Siedlungsanlage, Gartenstadt und Sakralbau. Für kulturgeschichtlich Interessierte verbinden sich im Ortskern, in S'Agaró Vell und in der Kirche unterschiedliche Ebenen der Ortsgeschichte.
Die Kirche Nostra Senyora de l'Esperança de S'Agaró wurde 1942 geweiht. Francesc Folguera entwarf sie im maritimen neobarocken Stil. Im Inneren befinden sich Wandmalereien von Joan Colom. Bauzeit, Architekt, Stil und künstlerische Ausstattung gehören hier zu einem klar umrissenen architektonischen Ensemble. Die Kirche ergänzt damit die modernistische Gartenstadt und den historischen Ortskern um einen sakralen Bau mit eigener Gestaltung.
Senya Blanca war das erste Bauwerk der S'Agaró-Urbanisation und wurde 1924 errichtet. Die Loggia wurde von Francesc Folguera entworfen und rahmt die Gärten von Senya Blanca ein. Es handelt sich um eine offene rechteckige Konstruktion mit einem Walmdach sowie Längswänden aus Arkaden, die von glatten Säulen mit ionischen Kapitellen getragen werden. In dieser Loggia fand von 1956 bis 1979 das Festival de Música de S'Agaró statt. An der Loggia treffen Bauform, Gartenbezug und Musikgeschichte aufeinander. Gerade für Architektur- und Musikinteressierte stehen Senya Blanca und das Festival für die Verbindung von Gestaltung und kultureller Nutzung.
Museen und Strände im Umfeld
In der näheren Umgebung von S'Agaró befindet sich das Museum Salvament Marítim - Sant Feliu de Guixols. Ebenfalls in der näheren Umgebung liegt das Museum Museu d'Historia de la Joguina. In der Umgebung von S'Agaró befindet sich außerdem das Museu de la Pesca. Damit umfasst das Museumsumfeld von S'Agaró maritime Themen, Spielzeuggeschichte und Fischereikultur.
Zur näheren Umgebung gehören die Strände Cala Rovira, Platja de Belladona, Platja de Sant Jordi und Platja de Ses Torretes. In derselben näheren Umgebung befindet sich auch das Kloster Monestir. Für Besucher mit Interesse an Küste und Kultur stehen damit Strände und das Kloster Monestir als unterschiedliche benannte Ziele im Umfeld von S'Agaró nebeneinander.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Castell-Platja d’Aro.