Gualta zwischen Ter, Kulturerbe und Natur
Unterkünfte in Gualta
Gualta liegt am rechten Ufer des Flusses Ter und größtenteils auf einer alluvialen Ebene. Diese entstand durch die Ablagerung von Sand, den Ter und Daró auf ihrem Weg zum Meer mitführten. Seit langer Zeit verfügt der Ort über ein ausgedehntes Netz von Kanälen und Bewässerungsgräben. Dazu gehören der rec del Molí, der rec Madral oder d’en Fonts und die Sèquia „el regadiu“. Fluss, Ebene und Wasserläufe prägen damit die Landschaft rund um den Ort.
Natur
Bei Gualta bildet der Daró eine Flussschleife und teilt sich hinter der Brücke in zwei Arme. Der Fluss bildet hier ein für die lokale Flora und Fauna bedeutendes Ökosystem mit Fischen, Amphibien, Reptilien, Säugetieren und einer großen Vielfalt an Vögeln. Gualta liegt am Fuß des Parc Natural del Montgrí, les Illes Medes i el Baix Ter. Die Flussschleife und die beiden Arme des Daró gehören ebenso zum Landschaftsbild wie die Kanäle und Bewässerungsgräben.
Kultur
Am Südosthang des Puig de la Font Pasquala befindet sich in Gualta eine prärömische archäologische Fundstätte. Der Pont Vell wurde 1990 wegen seines architektonischen und historischen Werts als Bé Cultural d’Interès Local eingestuft. Außerdem gibt es eine Kulturerberoute mit acht Informations- und Interpretationstafeln. Sie führt zu den Ursprüngen des Ortes, seiner Geschichte, den wichtigsten Monumenten und Gebäuden sowie zum Naturerbe. So stehen die Fundstätte, die alte Brücke und die Stationen der Route für unterschiedliche Facetten der Ortsgeschichte.
Der Molí de Gualta diente als Mehl- und Reismühle, als Wasserkraftwerk, als Eisfabrik und als Ölmühle. Die älteste überlieferte Nachricht über die Mühle stammt aus dem Jahr 1332. In diesen früheren Nutzungen spiegeln sich mehrere Abschnitte der Bau- und Wirtschaftsgeschichte Gualtas: Mühlenbetrieb, Wasserkraft, Eisproduktion und Ölherstellung gehören zum historischen Zusammenhang des Molí de Gualta.
Gualta verbindet damit prärömische Archäologie, den Pont Vell, den Molí de Gualta und das Naturerbe des Daró. Diese konkreten Orte und Landschaftselemente geben den Schwerpunkten Kultur, Flusslandschaft und Ortsgeschichte jeweils ein eigenes Gesicht.
Weitere Ziele: La Selva de Mar, Lloret De Mar, La Pinya, Sales De Llierca, Palau-Sator, Queralbs, Cadaqués und Llers.
Routen
„El Ter: camins d’aigua“ ist eine Rad- und Wanderroute des Consorci del Ter. Sie verbindet die Pyrenäen und die Costa Brava entlang des Flusses Ter und durchquert fünf Comarques Kataloniens. Die Route folgt damit dem Ter über verschiedene Landschaftsräume hinweg und verknüpft die beiden genannten Regionen mit dem Flusslauf.
Eine weitere Rundroute trägt den Namen „De Gualta al puig de la Font Pasquala“. Sie führt durch den Ortskern von Gualta und steigt anschließend zum Puig de la Font Pasquala auf. Von dort aus bietet die Route Ausblicke auf das Empordà, den Montgrí und die Illes Medes. Ortskern, Anstieg und Aussichtspunkte bilden die Abfolge dieser Route.
In Gualta können Kulturerbe, Flusslandschaft, Wandern und Radfahren unterschiedliche Reiseinteressen ansprechen. Die prärömische Fundstätte, der Pont Vell, der Molí de Gualta, der Daró und die beiden Routen stehen dabei als konkrete Themen nebeneinander.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.