Fonteta zwischen Gavarres-Wäldern und historischem Ortskern
Unterkünfte in Fonteta
Fonteta liegt am Fuß des Massivs der Gavarres, praktisch am Eingang zu dessen Wäldern und rechts der Riera, die den Namen des Ortes trägt. Der kompakte Ortskern gruppiert sich mit engen Straßen um die Pfarrkirche Santa Maria. Einige Straßen bewahren noch ihr altes Pflaster und verleihen Fonteta einen ausgeprägt ländlichen, typisch empordanesischen Charakter.
File:Santa Maria de Fonteta 1.jpg
Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Ortsbild und Geschichte
Die Häuser im Ortskern stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Gewölbte Erdgeschosse, Holzbalkendecken in den oberen Geschossen sowie beschriftete und datierte Türstürze prägen ihre historische Architektur. Durch Fonteta führt außerdem der alte Camí Ral, der La Bisbal mit der Küste über den früheren Weiler Fitor verband.
Die Geschichte des Ortes reicht deutlich weiter zurück: Fonteta wird im Jahr 844 als ländliche Siedlung erwähnt, die Karl der Kahle dem Bischof von Girona schenkte. Im Zentrum steht die heutige Kirche Santa Maria de Fonteta, die ein romanisches Kirchenschiff aus dem 11. Jahrhundert bewahrt. Sie ist als befestigte Kirche ausgeführt; ihr Glockenturm stammt aus dem Jahr 1755. Kirche, alte Pflasterstraßen und die Häuser mit ihren sichtbaren Baumerkmalen geben dem Ortskern ein ungewöhnlich geschlossenes historisches Gepräge.
Wälder, Berge und Wege
Von Fonteta aus beginnen problemlos erreichbare Wege in die Wälder und Berge des geschützten Gebiets Les Gavarres. Eine markante Route ist die Ruta 4: Fonteta, die in das Massiv der Gavarres führt und an der romanischen Kirche von Fitor sowie an den Dolmen der Serra d’en Cals vorbeikommt. Die PR-Route ist 17,46 Kilometer lang, weist 362 Meter Höhenunterschied auf und hat eine angegebene Dauer von 4 Stunden und 45 Minuten. Ihr Startpunkt liegt am Parkplatz gegenüber von El recuit de Fonteta.
Ein PR-C-Wanderweg ermöglicht von Fonteta aus den Zugang zu Fitor zu Fuß und gehört zum Wanderwegenetz des Baix Empordà. Die historischen Wege verbinden damit unterschiedliche Landschafts- und Kulturpunkte, während die Ruta 4 Länge, Höhenunterschied und eine konkrete Gehzeit zu einer eigenen Routenbeschreibung bündelt.
Spuren früherer Arbeit
In den Gebieten von Fonteta und Sant Climent de Peralta gab es einst mehr als zwanzig Kalköfen. Die erhaltenen Beispiele sind weiterhin sichtbar, befinden sich jedoch in schlechtem Erhaltungszustand. Auch heutiges Handwerk gehört zum Ortsbild: Der Kunsthandwerker Josep Matés Porcel fertigt in Fonteta traditionelles und zugleich zeitgenössisches Schwarzton-Keramikgeschirr ohne Glasur oder Lack.
Feste und regionale Besonderheiten
Zur Festa Major von Fonteta gehören am Samstag eine Botifarra-Veranstaltung, Kinderaktivitäten und Konzerte. Am Sonntag folgen eine Messe, ein traditioneller Stocktanz, eine Sardana-Aufführung und ein Konzert. Eine kulinarische Besonderheit trägt den Namen des Ortes: Recuit de Fonteta ist eine eingetragene Marke mit der vom Consell Comarcal del Baix Empordà verliehenen Qualitätsbezeichnung „Producte de l’Empordà“.
Mit dem Fahrrad durch das Baix Empordà
Für den Radtourismus ist die Etappe 11 verzeichnet. Sie führt von La Bisbal d’Empordà über die Ortsteile Fonteta, Vulpellac und Canapost bis nach Peratallada. Damit stehen neben den Wanderwegen auch eine ausgeschilderte Verbindung durch mehrere Orte des Baix Empordà und die regionalen Themen Keramik, Festkultur und traditionelle Erzeugnisse im öffentlichen Ortsbild.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Forallac.