Estanyol: Volcà de la Crosa und historische Spuren
Unterkünfte in Estanyol
Estanyol liegt an einem landschaftlich und historisch markanten Raum der Provinz Girona: Der Volcà de la Crosa liegt zwischen Sant Dalmai (Vilobí d’Onyar) und Estanyol (Bescanó). Sein großer Krater hat einen Durchmesser von 1.250 Metern. Mediterrane Waldflächen, Wiesen, Grasland und landwirtschaftlich genutzte Flächen prägen den Vulkanraum und geben der Umgebung einen abwechslungsreichen Charakter.
Rundweg zur Vulkanlandschaft
Die offizielle Route „Volta al Volcà de la Crosa“ ist ein Rundweg über 5 km mit einer ungefähren Dauer von 1 Stunde und 30 Minuten. Sie umfasst fünf geologische Punkte von Interesse und verbindet damit eine überschaubare Wanderstrecke mit Einblicken in die Entstehung und Gestalt des Vulkangebiets. Informationstafeln entlang der Route erläutern die Geschichte des Vulkans und seine natürlichen Werte. Wer sich mit der Landschaft nicht nur über den Krater, sondern auch über ihre geologischen Besonderheiten beschäftigen möchte, findet auf dieser Strecke mehrere thematische Anhaltspunkte.
Lebensräume am Volcà de la Crosa
Die verschiedenen Landschaftsformen am Volcà de la Crosa sind auch für die Tierwelt bedeutsam. Das Mosaik aus Wald, Wiesen, Grasland und landwirtschaftlich genutzten Flächen bietet einer vielfältigen Tierwelt Lebensraum. Mindestens 14 am Volcà de la Crosa vorkommende Arten sind gemäß dem Dekret 172/2022 vom 20. September als geschützt eingestuft. So stehen bei der Naturbeobachtung nicht nur die vulkanischen Formen im Mittelpunkt, sondern ebenso die unterschiedlichen Lebensräume, die sich innerhalb dieses Gebiets abwechseln.
Dorfgeschichte und archäologische Spuren
Auch die Kulturgeschichte ist mit konkreten Stationen in und um Estanyol verbunden. Mas Sitjar gehört zu den Stopps der kommunalen Route „Ruta d’Estanyol“ in Bescanó. Die Überreste der Poblat ibèric del puig d’en Cendra wurden in mehreren Kampagnen zu ihrer Erforschung und Erhaltung ausgegraben. Der archäologische Ort verweist damit auf eine ältere Siedlungsgeschichte, während die kommunale Route Mas Sitjar in den historischen Zusammenhang von Estanyol einordnet.
Die Església de Sant Andreu d’Estanyol
Ein weiterer markanter Bezugspunkt ist die heutige Església de Sant Andreu d’Estanyol. Sie wurde zwischen 1702 und 1708 im Barockstil nach Plänen des Meisters Agustí Soriano errichtet. Zugleich bewahrt die Kirche den Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert der früheren Kirche. An diesem Bau lassen sich deshalb zwei Zeitschichten ablesen: die barocke Kirche aus dem frühen 18. Jahrhundert und der ältere Glockenturm, der aus dem Vorgängerbau erhalten blieb.
Das Quellgebiet des Onyar
Eine zusätzliche landschaftliche Perspektive bietet die Route „La capçalera de l’Onyar“. Sie verläuft im Quellgebiet des Flusses Onyar an der Grenze zwischen Gironès und La Selva. Zusammen mit dem Volcà de la Crosa und den historischen Stationen entsteht so ein Reisebild, in dem geologische Landschaft, geschützte Lebensräume, Archäologie und Kirchenbau eng nebeneinanderstehen.
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