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Cantallops: Burggeschichte, Wein und Routen durch die Albera

Unterkünfte in Cantallops

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Burg, Kirche und ältere Spuren

Die Burg von Cantallops ist seit dem 13. Jahrhundert urkundlich belegt. Zu den teilweise erhaltenen Resten gehören ein Mauerfragment und ein erhaltener Turm. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Turm als Glockenturm der Kirche Sant Esteve wiederverwendet. Die Verbindung von Burganlage und Kirchenbau ist damit an einem konkreten Bauteil nachvollziehbar.

File:Cantallops Església de Sant Esteve Inschrift 1320.jpg File:Cantallops Església de Sant Esteve Inschrift 1320.jpg Foto: Palauenc05 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Kirche Sant Esteve ist seit 1279 unter dem Namen „ecclesia de Cantalupis“ urkundlich belegt. Sie war die frühere Kapelle der Burg von Cantallops und bewahrt Teile einer romanischen Struktur aus dem 11. Jahrhundert. Seitliche Kapellen kamen im 18. Jahrhundert hinzu. Wer sich für sakrale Baugeschichte interessiert, begegnet hier mehreren klar datierten Entwicklungsschichten.

Ein weiteres historisches Ziel ist der Dolmen del mas Baleta II, eine kleine megalithische Steinkiste in der Nähe von mas Baleta. Bei der Ausgrabung wurden Knochen und Fragmente handgefertigter Keramik gefunden. Der Dolmen ergänzt die mittelalterlich geprägten Bauzeugnisse um eine deutlich ältere archäologische Spur.

Weinbau im historischen Rahmen

Das Weingut Vinyes dels Aspres liegt in Cantallops. Seine Weinberge befinden sich seit Generationen in Familienbesitz, und das Weingut bevorzugt traditionelle Rebsorten. Ein Besuch bei Vinyes dels Aspres umfasst die nahegelegenen Weinberge, die Einrichtungen des Weinguts, den neuen Vinifikationskeller, den alten Reifekeller und eine Verkostung der eigenen Weine.

Vinyes dels Aspres befindet sich in Can Batlle, einem seit dem 17. Jahrhundert erwähnten Herrenhaus. In diesem Herrenhaus wurden traditionell Wein, Öl und Korken hergestellt. So steht bei diesem Ziel sowohl der heutige Weinbau als auch die überlieferte Nutzung des Gebäudes im Mittelpunkt.

Wandern, Radfahren und die Albera

Das Paratge Natural de l’Albera bezeichnet die Route von Cantallops nach Requesens als Zugangsroute von Cantallops in das Schutzgebiet. Für Wandernde gibt es mit Camins de Cantallops außerdem eine Wanderroute durch das Gemeindegebiet. Beide Bezeichnungen führen zu unterschiedlichen Formen, die Landschaft rund um Cantallops zu erkunden, ohne sie zu einer einzigen Strecke zusammenzufassen.

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Für Radfahrende ist die Ruta dels Aspres i l'Albera mit einer Länge von 42,63 Kilometern verbunden. Die Route schließt Cantallops ein. Ihr befahrbarer unterer Abschnitt führt durch Cantallops und weiter bis zum Castell de Requesens. Wer seine Tage nach Wandern oder Radfahren ausrichten möchte, findet damit zwei klar benannte Routenangebote mit unterschiedlichem Charakter.

Prozessionen, Klostergeschichte und Jahreslauf

In Cantallops findet alljährlich am Johannistag eine traditionelle Prozession zum Santuari de Requesens statt. Außerdem befinden sich im Ort die Überreste des mittelalterlichen Klosters Sant Bartomeu de Bell-lloc der Augustinerinnen. Zur lokalen Festtradition gehört die Castanyada popular an Allerheiligen um 18 Uhr im Saal der Societat La Concòrdia; dabei wird ein Korb verlost.

Während des Frühjahrszugs nutzen durch starke Tramuntana aufgehaltene Vögel die Teiche der Albera zum Zwischenhalt, zur Nahrungssuche und zur Rast. Für den örtlichen Transport ist TEISA mit Cantallops verbunden.

Weitere Ziele: Sant Martí Del Clot, Les Planes D'hostoles, Montagut, Agullana, Vilallonga De Ter, Llagostera, Bàscara, Regencós.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.

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