Calella de Palafrugell: Port Bo, Küstenweg und maritimes Erbe
Unterkünfte in Calella De Palafrugell
Calella de Palafrugell verbindet ein markantes Ortsbild mit maritimer Geschichte und einer bis heute präsenten Küstenkultur. Enge Straßen, Häuser mit geneigten Ziegeldächern und einige traditionelle, zweigeschossige Fischerhäuser prägen den Ort. Dazu kommen der Küstenweg Sant Roc–Tres Pins, die Kirche Sant Pere, Port Bo und Veranstaltungen wie die Cantada d'Havaneres. So treffen im Ortsbild historische Gebäude, Wege am Wasser und lebendige kulturelle Termine aufeinander.
File:Calella de Palafrugell, Spain (Unsplash bvsTdrwAuwI).jpg
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Port Bo und maritimes Erbe
Port Bo war zunächst der natürliche Hafen von Palafrugell und entwickelte sich später zu einem Zentrum der Handels- und Fischereitätigkeit. Der Sektor Port Bo von Calella de Palafrugell wurde am 25. Juli 1995 als Kulturgut von nationalem Interesse in der Kategorie eines historischen Ensembles unter Schutz gestellt. Hafenfunktion, Fischerei und die geschützte historische Struktur gehören damit zu den unterschiedlichen Ebenen dieses Küstenortes. Port Bo verbindet eine frühere wirtschaftliche Rolle mit einem heute geschützten Ensemble und dem Veranstaltungsort der Cantada d'Havaneres.
Sa Perola ist ein ehemaliges Färbehaus für Fischernetze des Fischergremiums von Sant Pere in Calella. In dem Gebäude befinden sich das Tourismusinformationsbüro und ein Interpretationszentrum zur Fischerei in Calella sowie zum maritimen Erbe der Gemeinde. Sa Perola wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert errichtet und kann während der Öffnungszeiten des Tourismusinformationsbüros kostenlos besichtigt werden. Das ehemalige Färbehaus führt dabei von der Geschichte der Fischernetze zu den Themen Fischerei und maritimes Erbe.
Küstenweg und Wachturm
An der Uferfront von Calella de Palafrugell verläuft der Küstenweg Sant Roc–Tres Pins. Die Strecke ist Teil des GR-92; zu Fuß benötigt man dafür ungefähr 30 Minuten. Bei Tres Pins steht der Wachturm von Calella, der 1597 zur Kontrolle der damaligen Piratenangriffe errichtet wurde. Küstenweg und Wachturm verbinden so eine heutige Wegstrecke mit einem Bauwerk aus der Geschichte der Küstensicherung. Der Weg und der Turm geben dem Küstenabschnitt zugleich eine Verbindung von Bewegung am Wasser und maritimer Vergangenheit.
Kirche Sant Pere
Die Bauarbeiten an der Kirche Sant Pere de Calella begannen 1854. Der erste Stein wurde 1885 gelegt, 1886 wurde das Dach aufgesetzt; 1887 wurden das Gewölbe, das Presbyterium und der Glockenturm errichtet. Im Inneren ist die Kirche mit Szenen aus dem Leben des heiligen Petrus gestaltet, die der Maler Raimon Roca Ricart (1917–2013) geschaffen hat. Die Bauphasen und die Gestaltung des Innenraums stehen damit gemeinsam für die Baugeschichte von Sant Pere. An der Kirche lassen sich somit mehrere Zeitpunkte der Errichtung und die spätere künstlerische Gestaltung im selben Bauwerk zusammenlesen.
Havaneres und Meereswelt
Die Cantada d'Havaneres de Calella findet am ersten Samstag im Juli am Strand von Port Bo statt. Calella de Palafrugell bietet außerdem Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen; dabei lässt sich eine artenreiche Meereswelt beobachten. Zur La Garoinada gehörten in Calella de Palafrugell die Restaurants El Balcó de Calella und El Càntir Hotel Alga. Küstenkultur, Musik, Unterwasserwelt und lokale Gastronomie bilden damit verschiedene Interessen innerhalb desselben Ortes. Der Strand von Port Bo, die Meereswelt und die beiden mit La Garoinada verbundenen Restaurants stehen dabei für unterschiedliche Seiten des lokalen Lebens.
Weitere Orte im gleichen Ortszusammenhang sind Llafranc, Llofriu und Tamariu.
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