Súria: Bergbaugeschichte, Natur und mittelalterliches Erbe
Unterkünfte in Súria
Landschaft zwischen Berg und Fluss
Súria lässt sich über markante Landschafts- und Geschichtspunkte entdecken. Der Puig de Sanç ist mit 613 Metern der höchste Berg von Súria; von dort bieten sich Ausblicke auf den Bages und die benachbarten Landkreise. Der Pla de Reguant ist einer der bedeutendsten Auwälder Zentralkataloniens und weist eine große natürliche Vielfalt auf. Eine geologische Besonderheit ist die Falla de Migmón: Die spektakuläre Falte ist zu einem der Symbole von Súria geworden.
Mittelalterliches Erbe und Bergbaugeschichte
Das Castell de Súria ist seit dem Jahr 992 urkundlich belegt. Die geführte Tour „Descobrint el Passat“ begleitet Besucher mit einer fachkundigen Person durch das mittelalterliche Castell und das Poble Vell de Súria.
Das Poble Vell bietet Ausblicke auf Súria und den Fluss Cardener. Das Interpretationszentrum des Museu de la Mineria befindet sich im Gebäude Cal Sivila del Lloc, dem Casinet, und ist über das Tourismusbüro Cal Balaguer del Porxo zugänglich. Das Zentrum ist außerdem Ausgangspunkt für Rundgänge zu bedeutenden Orten der Bergbaugeschichte in Súria und im übrigen Gemeindegebiet. Die Colònia Santa Maria wurde ab 1918 von der belgischen Solvay-Gruppe als Arbeitersiedlung für die Beschäftigten der Kalimine und deren Familien errichtet.
Routen und Spuren der Arbeit
Die Route El Camí del Cable endet an der Casa de la Fàbrica Vella in Súria. Die Ruta-joc de Les Guixeres führt durch Gipssteinbrüche und Öfen und bietet Ausblicke auf den Bereich Les Guixeres am schattigen Hang der Serra del Puig de Sants. Beide Routen machen unterschiedliche historische und landschaftliche Schauplätze der Gemeinde zum Gegenstand eines Besuchs.
Türme, Tore und technische Geschichte
Der Torre de Salipota war Teil der optischen Telegrafielinie Barcelona–Solsona, die ausschließlich militärisch genutzt wurde. Ein Turm von Súria stammt aus dem 11. Jahrhundert, hatte Verteidigungs- und Kontrollfunktionen und besitzt einen kreisförmigen Grundriss mit einem Außendurchmesser von 5,35 Metern. Vom Portal de Manresa in Súria sind heute nur noch kleine sichtbare Überreste erhalten; das Portal selbst ist vollständig zerstört.
Überlieferte Feste
Die Caramelles de Súria sind seit dem 16. Jahrhundert urkundlich belegt und gehören seit Juni 2016 zum Katalog des Festkulturerbes von Katalonien. Die erste Ausgabe der Fira Medieval d’Oficis fand im November 2002 statt. Die Fira Medieval d’Oficis bietet Besuchern zahlreiche partizipative Aktivitäten, darunter Workshops sowie Straßenaufführungen mit Tänzen, Erzählungen, Gesang, Spielleuten und Rittern. Für Kulturinteressierte reicht das Spektrum damit von eigener Beteiligung in Workshops bis zur Beobachtung vielfältiger Straßenaufführungen in Súria.
Weitere Ziele entdecken: Bagá, Abrera, Sant Antoni de Vilamajor, Pujalt, Santa Eulàlia De Ronçana, Taradell, La Llagosta und Olvan.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.