Santa Perpetua De Moguda: Kultur, Geschichte und Natur
Unterkünfte in Santa Perpetua De Moguda
Santa Perpètua de Mogoda verbindet römische Keramikproduktion, mittelalterliche Herrschaftsgeschichte, Industriegeschichte und renaturierte Lebensräume. Römische Produktion, feudale Herrschaft und industrielle Arbeit erscheinen hier an konkreten Orten und Bauwerken der Stadt. Der Forn romà del camp d'en Ventura de l'Oller ist ein römischer Keramikofen aus dem späten 1. Jahrhundert n. Chr. Er gehörte zu einer römischen Villa, die auf Keramikproduktion spezialisiert war. Im barri i el Castell de Mogoda steht eine befestigte Masia aus dem 12. Jahrhundert im Mittelpunkt. Sie diente als Wohnsitz der Herren von Mogoda und als Sitz der Baronie von Mogoda. Der Forn romà del camp d'en Ventura de l'Oller und das MTIV führen dabei von der römischen Keramikproduktion zur Geschichte der Arbeit.
Kultur und Geschichte
Mit dem Castell de Can Taió kommt ein deutlich später entstandenes Bauwerk hinzu. Das Schloss ist vom romantischen Stil des 19. Jahrhunderts geprägt, sein Bau dauerte bis 1929. So reichen die historischen Ortsbezüge von der römischen Villa über die mittelalterliche Masia bis zu einem Schloss, dessen Entstehung bis ins 20. Jahrhundert hineinreichte. Diese Bauwerke bewahren jeweils eigene historische Spuren in Santa Perpètua de Mogoda. Für kulturgeschichtlich Interessierte verbinden sich dabei römische Keramik, mittelalterliche Herrschaft und romantische Architektur in einer zeitlich weit gespannten Ortsgeschichte.
Arbeit und Industrie
Das Museu del Treball i la Indústria Viva (MTIV) widmet sich dem Wandel von einer Agrargesellschaft zu einer Industriegesellschaft. Zugleich behandelt es die Entwicklung der Arbeit und deren Auswirkungen. Das Museum befindet sich im restaurierten Vapor Aranyó, der einzigen erhaltenen Textilfabrik im Zentrum von Santa Perpètua de Mogoda. Das Thema reicht damit von der Herstellung über die Entwicklung der Arbeit bis zu den Gebäuden, in denen diese Geschichte verankert ist.
Zum MTIV gehören außerdem die modernistische Granja Soldevila und das Pfarrhaus der Kirche Santa Maria de Santiga. Damit verbindet das Museum industrielle Räume mit weiteren historischen Gebäuden des Ortes. Gegenüber der Granja Soldevila liegt der Bahnhof Santa Perpètua–Riera de Caldes. Er befindet sich an der R8-Linie von Sant Celoni nach Martorell. Im MTIV, im Vapor Aranyó, in der Granja Soldevila und im Pfarrhaus treffen verschiedene historische Gebäude auf das Thema Arbeit.
Natur
Der Espai natural de Santiga ist Teil der Ruta Verda del Vallès. Das Gebiet dient als Rückzugsgebiet für bestimmte einheimische Pflanzen- und Tierarten der Region. Im Parc Central liegen auf etwa 80 Hektar unterschiedliche Freiflächen und ein renaturierter Bewässerungsteich. Dieser Teich bildet einen neuen Lebensraum. Für Naturinteressierte stehen Santiga und der Parc Central damit für einheimische Pflanzen- und Tierarten sowie für die Wiederherstellung eines Lebensraums.
Feste
Zum Jahreslauf gehört die Festa Major d'Estiu. Sie findet am ersten Septemberwochenende statt und dauert vier aufeinanderfolgende Tage. Ihr Programm umfasst kulturelle und Freizeitaktivitäten für die gesamte Bevölkerung.
Weitere Ortsseite: La Florida
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