Montornès del Vallès: Geschichte, Natur und Wege am Besòs
Unterkünfte in Montornès Del Vallès
Montornès del Vallès verbindet römische Spuren, mittelalterliche Gutshäuser, Zeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts mit Flusslandschaften und Wegen. Die Mischung aus Archäologie, Baugeschichte und Naturbeobachtung gibt der Gemeinde einen eigenen Charakter. Wenn Sie auf einer Reise durch Katalonien Kultur und Landschaft miteinander verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
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Foto: Jorge Franganillo via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Römische Spuren und historische Bauwerke
Mons Observans ist eine römische Siedlung, die im letzten Drittel des 2. Jahrhunderts v. Chr. errichtet wurde. Im Jahr 2008 wurde Mons Observans als Kulturgut von nationalem Interesse (BCIN) in der Kategorie archäologische Zone eingestuft. Das als Kulturgut von lokalem Interesse (BCIL) eingestufte Poblat ibèric erstreckte sich im 3. und 2. Jahrhundert v. über einen großen Teil der Hänge des Hügels. An keinem der beiden Zugänge zu Mons Observans ist motorisierter Verkehr erlaubt.
Die Torre del Telègraf wurde 1848 als militärische Einrichtung für optische Telegrafie errichtet und nur bis 1862 genutzt. Die Gemeinde Montornès führte dort ab 2007 Ausgrabungs-, Restaurierungs- und Musealisierungsarbeiten durch, die im April 2013 abgeschlossen wurden; für die Torre del Telègraf sind Besichtigungen nach Vereinbarung vorgesehen. Das Castell de Sant Miquel ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage und wurde erstmals 1109 schriftlich erwähnt. Vom runden Bergfried steht nur noch die Hälfte.
Auch die Gutshäuser erzählen mehrere Kapitel der Ortsgeschichte. Can Masferrer war zunächst eine römische Villa und später ein bedeutender mittelalterlicher Bauernhof. Das Gebäude gilt als wichtigstes Renaissancegebäude der Gegend; besonders hervorzuheben sind die Fenster aus behauenem Stein und das Portal der kleinen Kapelle Sant Jaume. Ca l'Ametller ist eines der ältesten Gutshäuser von Montornès, ein Bauernhaus mit basilikalem Grundriss und einem erhabenen Wappen Kataloniens an der rundbogigen Haupttür. Ca n'Oliver stammt wahrscheinlich aus der Zeit um das 16. Jahrhundert.
Ortsbilder zwischen Park und Fluss
Der Parc dels Castanyers war früher der private Garten des Gutshauses Can Parera und wurde am 11. Mai 1986 als öffentlicher Park eröffnet. Eine von Rosskastanien gesäumte Promenade, Blumenbeete, steinerne Bänke, ein gepflasterter Platz und ein kleiner Teich prägen seine Gestaltung. 1993 wurden dort zeitgenössische Skulpturen aus der neunten Ausgabe der jährlichen Ausstellung Mont-Art aufgestellt. Die Antigues Escoles wurden 1884 von dem Architekten Magí Rius geplant und 1930 eröffnet. Das neoklassizistische rechteckige Gebäude wird von einem eigenständigen Dreiecksgiebel über dem Walmdach gekrönt und war bis 1964 die einzige Schuleinrichtung von Montornès.
Weitere ländliche Bauwerke ergänzen dieses Bild: Das heutige Bauernhaus Can Bosquerons stammt im Wesentlichen aus dem 16. Jahrhundert. Can Bosquerons ist seit 970 belegt und damit das erste Haus von Montornès, für das historische Belege vorliegen. Can Galbany - Can Comas Vell ist ein Bauernhaus mit basilikalem Grundriss und Satteldach, das aufgrund seiner Bauart und der verwendeten Materialien auf das 16. oder 17. Jahrhundert datiert wird. Auf seinem Anwesen steht im Torrent de les Bruixes ein vermutlich im 19. Jahrhundert errichteter Wasserturm. Die Església de Sant Sadurní wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert geweiht.
Flusslandschaft, Wege und besondere Besichtigungen
Der Fluss Besòs entsteht am Zusammenfluss von Congost und Mogent im Gemeindegebiet von Montornès del Vallès. Am Besòs liegen bedeutende Auwälder bei Santa Caterina und nahe Can Bosquerons de Baix. Der Riu Mogent bewahrt eine bemerkenswerte biologische Vielfalt. Montornès bietet Wege zum Wandern sowie einen Flussweg, an dem die Ufervegetation erlebt werden kann. Eine konkrete Tour führt von Montornès zum Castell de Sant Miquel: Der Rundweg ist 5 km lang, dauert 3 Stunden und umfasst 344 Höhenmeter im Aufstieg.
Der Luftschutzbunker Refugi antiaeri de Ca l'Arnau ist fast 100 Meter lang, an seinem letzten Abschnitt 15 Meter tief und bietet Platz für 200 Personen. Mehrmals im Jahr wird er mit geführten und szenisch gestalteten Besichtigungen geöffnet; Schulbesuche und Gruppenbesuche sind nach Vereinbarung möglich. Im November prägen die Festes de Tardor jedes Jahr die Veranstaltungen in Montornès. Sie werden zu Ehren des Ortspatrons Sant Sadurní gefeiert.
Weitere Ziele: Cubelles, Sant Sadurní D'osormort, L'ametlla Del Vallès, Canyelles, Les Roquetes, Gualba, Palafolls, Montmeló
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