Villalpando: Encierro-Tradition, Geschichte und Monte Raso
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Foto: Frank Baulo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Villalpando besitzt eine der ältesten Encierro-Traditionen des Landes. Zugleich ist der Ort der Endpunkt der 38,2 Kilometer langen Etappe Mota del Marqués–Villalpando auf dem Camino del Sureste. Die festgelegte Streckenlänge macht die Etappe zu einer klar umrissenen Größe für die persönliche Zeit- und Kraftplanung.
Kultur
Die Semana Santa von Villalpando gehört vom Mittelalter bis in die Gegenwart zu den bedeutendsten lokalen Feierlichkeiten. Ihre ersten überlieferten Prozessionen stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. Damit reicht die dokumentierte Geschichte dieser Feierlichkeiten weit zurück und verbindet die heutige Festtradition mit einem konkreten historischen Zeitraum.
Auch die Cofradía de la Vera Cruz gehört zu den historischen Bezugspunkten des Ortes. Sie führt ihre Ursprünge auf das Jahr 1501 zurück; ihre Satzungen wurden 1524 niedergeschrieben. Beide Jahreszahlen markieren unterschiedliche Stationen der Bruderschaft und machen ihre lange Überlieferung zeitlich nachvollziehbar.
Zu den baulichen Zeugnissen gehört die Puerta de San Andrés (Puerta Villa), die seitlich an eine Pfarrkirche angebaut war. Von der Kirche San Lorenzo ist nur noch der Turm erhalten; volkstümlich trägt er den Namen Torre de San Lorenzo. Die beiden Bauzeugnisse stehen damit für unterschiedliche Formen überlieferter Ortsgeschichte: hier ein Torbau mit überliefertem Doppelnamen, dort der erhaltene Turm einer nicht mehr vollständig bestehenden Kirche.
In der Kirche San Nicolás de Bari legten am 1. November 1466 dreizehn Orte das weltweit erste Gelübde auf die Unbefleckte Empfängnis ab. Ein fast vier Meter hohes Wandgemälde des Malers Antonio Pedrero in derselben Kirche erinnert an dieses historische Gelübde. Der konkrete Tag, die Zahl der beteiligten Orte, der Schauplatz und die Größe des Gemäldes geben dem Ereignis einen präzise bestimmbaren historischen Rahmen.
Feste und Geschichte
Der Festkalender setzt weitere klare Zeitpunkte. Zu den San-Roque-Feierlichkeiten in Villalpando gehören am 16. August die Encierros. Das Fest der Purísima wird jedes Jahr am 8. Dezember feierlich begangen. Wer diese Termine berücksichtigen möchte, kann die beiden genannten Feste unterschiedlichen Reisezeiträumen im Jahresverlauf zuordnen.
Natur
Der Monte Raso liegt im Gemeindegebiet von Villalpando und umfasst etwa 1.600 Hektar bewaldete Fläche. Die Größenangabe ist ausdrücklich als Näherungswert zu verstehen. Im Monte Raso verlaufen Wege durch Kiefernwälder und Waldlichtungen. So ist der Landschaftsraum nicht nur durch seine ungefähre Ausdehnung, sondern auch durch die genannten Waldformen und Wegverläufe gekennzeichnet.
Viele Teiche liegen neben den Wegen im Monte Raso; dort versorgen sich die Tiere vermutlich mit Wasser. Die Teiche gehören damit zu den auffälligen Begleitpunkten der beschriebenen Wege, während die Vermutung über die Wasserversorgung der Tiere als solche erhalten bleibt.
Weitere Orte
Weitere Orte: Gamones, Viñas, Villarino de Sanabria, Cerdillo, Robleda-Cervantes, Villardiegua De La Ribera, Montamarta, Losacino
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