Mota del Marqués: Kirchen, Burgruinen und lokale Feste
Mota del Marqués verbindet eindrucksvolle Sakralbauten, Reste der mittelalterlichen Burganlage und lebendige örtliche Traditionen. Zwischen Kirchen, Palästen und den Hängen rund um das Castillo begegnen Ihnen unterschiedliche Epochen der Ortsgeschichte. Auch Feste, Prozessionen und regionale Küche gehören zu den konkreten Facetten des Ortes.
Kirchen mit besonderer Bau- und Kunstgeschichte
Die Iglesia de San Martín ist eine für das 16. Jahrhundert typische Säulenhalle mit einschiffigem Hallengrundriss. An ihrer Südfassade besitzt sie ein platereskes Portal. Im Inneren befindet sich außerdem eine steinerne Kanzel aus dem 16. Jahrhundert, die als eines der besten Werke des Tempels gilt. Zur Ausstattung gehört auch die Virgen de las Angustias, eine um 1596 vom palentinischen Bildhauer Adrián Álvarez geschaffene Skulptur.
Die Iglesia de San Martín ist seit 1989 wegen ihres baulichen Verfalls und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken für den Gottesdienst geschlossen. Zu den bestehenden Gefahren zählen Risse und herabfallende Bauteile. Die Iglesia de El Salvador stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert umfassend umgebaut. Ihre konsolidierten Ruinen liegen am Hang zwischen dem Castillo und der Ortschaft Mota del Marqués.
Paläste, Burg und historische Details
Der erhaltene Bergfried des Castillo de Mota del Marqués gilt als der einzige runde Turm in ganz Kastilien und befindet sich in einem ruinösen Zustand. In der Umgebung des Castillo sind Teile der Fundamente der früheren, durch Türme gegliederten Mauer sichtbar. Der Palacio de los Ulloa ist ein Bauwerk des 16. Jahrhunderts mit einem zweigeschossigen Innenhof, dessen Segmentbögen auf Säulen ruhen. Dort bewahrt man zwei Gemälde mit Frauen in der Mode des 16. Jahrhunderts, die dem Umfeld von Pantoja de la Cruz zugeschrieben werden.
Im Palacio del Marqués de Ulloa befindet sich ein Raum mit Trompe-l’œil-Malereien und Landschaftsdarstellungen aus der neoklassizistischen Zeit. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Ermita de Nuestra Señora de Castellanos, ein gotisch-mudéjares Bauwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert. Ihr Hauptaltar stammt aus der Zeit um 1600 und wird von einer bekleideten Marienfigur aus dem 18. Jahrhundert beherrscht, der Schutzpatronin des Ortes.
Die Ermita del Cristo del Humilladero wurde 1526 im Auftrag der Bruderschaft der Veracruz aus behauenen Steinen errichtet. Vor ihrem Eingang steht ein Steinkreuz aus dem 16. Jahrhundert. Die religiöse Geschichte bleibt auch im Jahreslauf präsent: Die Patronatsfeste von Mota del Marqués finden etwa am 8. September zu Ehren der Nuestra Señora de Castellanos statt. Bei der Karfreitagsprozession der Semana Santa gibt es auf der Plaza Mayor die traditionellen „Venias“.
Feste, Küche und Wege durch den Ort
Beim Karnevalsbrauch „corrido el bollo“ geht man von Haus zu Haus, um hausgemachte Süßigkeiten zu probieren und den für Mota del Marqués typischen Kaffeelikör zu trinken. Bei den Festen gibt es Tänze, Stierkampfveranstaltungen und Encierros über das Land und durch die Straßen des Ortes. Typische Küche der Region können Sie im Mesón La Mota genießen; das Lokal liegt neben der Tankstelle.
Mota del Marqués bietet kostenlose Führungen durch den Ort, seine Denkmäler und besonders reizvolle Winkel an. Die Führungen werden telefonisch oder per E-Mail im Voraus vereinbart. Außerdem ist Mota del Marqués mit dem Camino de Levante y Sureste zwischen Tordesillas und Villardefrades verbunden. Weitere Orte derselben Destinationsebene: Villabáñez, Mojados, Villardefrades, Torrecilla De La Torre, Ventosa De La Cuesta, Cistérniga, Quintanilla De Arriba und Torrelobatón.
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