Rejas de San Esteban zwischen Weinlandschaft und Kirchen

Zwischen Weinlandschaft und Kirchen

Rejas de San Esteban liegt zwischen den Hügeln Castillo und La Loma und an der sorianischen Ribera-del-Duero-Weinstraße. Der Ort ist für unterirdische Weinkeller und Kelterhäuser bekannt. Zur örtlichen Tafel gehört holzofengegartes Milchlamm; als Begleitung zur örtlichen Küche wird ein Wein aus der Ribera del Duero präsentiert. Rejas de San Esteban ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie eines historischen Ensembles ausgewiesen.

San Martín: Portal, Malerei und Vorhalle

Die Route des romanischen Stils entlang des Duero umfasst in Rejas de San Esteban die Kirchen San Ginés und San Martín. San Martín ist seit dem 14. November 1980 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie eines historisch-künstlerischen Denkmals geschützt. Das Portal besitzt vier verzierte Archivolten; die Vorhalle hat sieben Rundbögen, die von Zwillings- oder Vierfachsäulen mit vegetal dekorierten Kapitellen getragen werden. Die Vorhalle mit sieben von Diamantspitzen bekrönten Arkaden und zwei Zugängen wurde bis zur Restaurierung von 1982 als Viehstall genutzt. San Martín besitzt gotische Wandmalereien in der Apsishalbkuppe und im Presbyterium in schwarzen, braunen und rötlichen Farbtönen. Auf der Evangelienseite des Presbyteriums sind die zwölf Apostel dargestellt. An der Südwand des Kirchenschiffs ist eine Darstellung des heiligen Christophorus zu sehen. San Martín beherbergt die Virgen de la Guía.

San Ginés und die Route am Duero

Auch die Kirche San Ginés hat zwei Schiffe, die durch zwei auf Pfeilern ruhende Rundbögen voneinander getrennt sind. Das Hauptschiff ist mit einem heraldisch verzierten Sparren- und Kehlbalkendach in Mudéjar-Tradition aus dem 16. Jahrhundert gedeckt. Von der ursprünglichen romanischen Bausubstanz sind nur die Vorhalle, das Portal und das Gesims der Südwand erhalten. Die Kapitelle zeigen Tierdarstellungen und figurative Motive. An der Vorhalle sind heute fünf Bögen und der Ansatz eines sechsten Bogens zu sehen. Wer San Martín und San Ginés besichtigen möchte, sollte sich am Abrimos-Programm für den Sommer und die Karwoche orientieren.

Ortsbild, Aussicht und Umgebung

Zum Ortsbild gehören traditionelle Häuser mit Mauern aus Bruchsteinmauerwerk im Erdgeschoss und Bauteilen aus Holz und Lehm im Obergeschoss. Traditionelle Dächer sind als Satteldächer ausgeführt und mit Ziegeln im örtlichen Stil „a la segoviana“ gedeckt. Von La Loma, einem Aussichtspunkt, lässt sich das Tal des Flusses Madre beziehungsweise Rejas bis zu seiner Mündung in den Duero überblicken. Der Hügel Castillo ist mit einer früheren muslimischen Befestigung verbunden und weist unterirdische Galerien auf. Im näheren Umfeld, zwischen El Pontón und La Zarzona, sind die Überreste der Einsiedelei Ermita de la Virgen de los Perales zu sehen. Rejas de San Esteban feiert ein Fest zu Ehren des heiligen Antonius.

Anreise

Die Anfahrt von Soria nach Rejas de San Esteban führt über die N-122 bis San Esteban de Gormaz und anschließend über die Verbindung SO-P-5003.

Weitere Orte zur Reiseplanung: Monteagudo de las Vicarías, Torreandaluz, Carbonera De Frentes, Soria, El Espino, Valdelagua del Cerro, Barahona und La Rasa.

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