Santa María de Redondo zwischen Felsfarben, Waldwegen und Kulturerbe

File:Manhole covers in the province of Palencia 11 - Santa María de Redondo.jpg File:Manhole covers in the province of Palencia 11 - Santa María de Redondo.jpg Foto: MiguelAlanCS via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Naturpark und Ortsgeschichte

Santa María de Redondo liegt im Naturpark Montaña Palentina und verbindet eine markante Landschaft mit Spuren regionaler Geschichte. Für die Orientierung vor Ort sind vor allem die Wege durch das Valle de Redondos, die geologischen Farben des Ribero Pintado und die historischen Bauwerke des Ortes interessant. So entsteht ein Reiseziel, in dem sich Naturbeobachtung, Bewegung und Kultur auf engem thematischem Raum begegnen.

Wanderwege durch das Valle de Redondos

Die Senda de Fuente Cobre führt durch das Valle de Redondos und durch ökologisch wertvolle Laubwälder aus Buchen und Eichen. Sie beginnt an einem Parkplatz am Ortsrand von Santa María de Redondo. Von diesem Parkplatz startet auch der einfache Weg zum Ribero Pintado, der ungefähr 3 km von Santa María de Redondo entfernt liegt. Die Route verbindet damit den Ausgangspunkt am Ort mit einer Landschaft, deren Gesteinsfarben besonders auffallen.

Das Ribero Pintado zeigt abwechselnde Schichten aus Sandstein und Schiefer. Seine roten Farbtöne entstehen durch Eisenoxidation, während die schwarzen Farbtöne auf den hohen organischen Anteil des Schiefers zurückgehen. Wer eine längere Wanderung einplant, kann den Weg zur Cueva del Cobre berücksichtigen: Er ist 13,5 km lang, weist Steigungen auf und dauert je nach Gehgeschwindigkeit und körperlicher Verfassung zwischen 3 und 5 Stunden. Die unterschiedlichen Streckenmerkmale bieten dabei konkrete Anhaltspunkte für die Tagesplanung, ohne dass die Wege auf ein einheitliches Erlebnis reduziert werden.

Kirche, Wappenhäuser und historische Spuren

Auch im Ortsbild finden sich mehrere eigenständige Kulturmotive. Die Kirche Mariä Himmelfahrt besitzt ein salomonisches Retabel aus dem 17. Jahrhundert. Dargestellt sind der heilige Blasius, der heilige Johannes der Evangelist, der heilige Petrus und der gekreuzigte Christus. An der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt befindet sich außerdem ein Glockengiebel mit zwei unterschiedlich großen Wappen der Familie Velasco. Entlang der Straßen von Santa María de Redondo sind mehrere Wappenhäuser zu sehen.

„La Mojonera“ erinnert an einen historischen Streit aus dem Jahr 1575 über die Nutzung von Wasser und Weideland. Mit diesem Motiv verbunden ist die als immaterielles Kulturgut von besonderem Interesse anerkannte Tradition „La Mojonera de Brañosera y el Valle de los Redondos (San Juan de Redondo und Santa María de Redondo)“. Sie findet alle neun Jahre statt. Unterhalb der Peñas del Moro liegen die wenigen erhaltenen Überreste des Klosters Virgen de Viarce aus dem 14. Jahrhundert. Zusammen mit den Bauwerken im Ort gehören damit auch ältere Nutzungs- und Herrschaftsspuren zum Charakter von Santa María de Redondo.

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