Cevico de la Torre: Kirchen, Spuren und Täler

File:Ayuntamiento de Cevico de la Torre.jpg File:Ayuntamiento de Cevico de la Torre.jpg Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen zwei Tälern

Cevico de la Torre liegt am unteren Teil des Hangs eines Sporns, der das Tal des Maderano vom Tal des Arroyo Valle de Cerrato trennt. Auf dem Gipfel und am Rand des Berges steht die Ermita de Nuestra Señora de Rasedo auf 876 Metern Höhe; von dort überblickt man das breite Tal. Der Höhenunterschied zwischen Ortslage und Gipfel gehört damit zu den prägenden räumlichen Bezügen des Ortes.

Auch der Komplex El Dragón verbindet die Geschichte des Ortes mit seiner ländlichen Umgebung. Er gilt als pastorales Denkmal und besteht aus einer Hütte, drei Pferchen sowie zwei kreisförmigen Einfriedungen, die durch einen Korridor miteinander verbunden sind. Für eine weitere Orientierung in der Landschaft führt die Route La Puerta del Cerrato beim Verlassen von Cevico de la Torre in Richtung Alba de Cerrato.

Kirchen und Bauwerke im Ortsbild

Die Iglesia de San Martín steht auf einer Anhöhe im Ortskern. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil errichtet. Der Zugang erfolgt über eine Treppe mit 96 Stufen. Im Ortszentrum liegt außerdem die Ermita de Santa Ana, ein einschiffiger Tempel mit Querhaus aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Steinfassade stammt von 1730, während die Gewölbe barocke Stuckverzierungen tragen.

Am Ortseingang steht La Samaritana, eine 1903 errichtete modernistische Skulptur aus Gusseisen des französischen Bildhauers Alberte Carrier Belleuse. Zur Baugeschichte gehört auch die Casa Fuerte Medieval. Sie heißt vor Ort auch Palacio de los Uñate. Das Bauwerk hatte vermutlich seinen Ursprung im 14. Jahrhundert und besaß vier Türme sowie eine Mauer aus Bruchstein.

Archäologische Spuren und Erinnerungen

Die Hügel nordöstlich des Ortskerns bewahren eine Gruppe primitiver, in die Erde gegrabener Behausungen an den Hängen von Castillo und Cueva Grande. Archäologische Überreste lassen vermuten, dass das Gemeindegebiet bereits in keltiberischer Zeit besiedelt war. In Cevico de la Torre wurden außerdem römische Silbermünzen gefunden, darunter Denare von Julius Caesar, Tiberius und Caligula.

Das Museo La Casa del Abuelo ergänzt diese historischen Spuren um die jüngere Alltagsgeschichte. Das private ethnografische Hausmuseum rekonstruiert anhand alter Gegenstände ein Haus von 1863 sowie die Arbeit und Lebensweise früherer Generationen. Dadurch stehen neben antiken Funden auch häusliche und soziale Erinnerungen im Mittelpunkt.

Feste, Tanz und Bodegas y Cuevas

Das Gebiet Bodegas y Cuevas wird im Frühjahr und Sommer zum Essen und Trinken sowie als Treffpunkt genutzt; während der Dorffeste suchen es auch die Peñas auf. Im Herbst ist der Bereich mit den Arbeiten der Weinlese verbunden. Die örtlichen Feierlichkeiten bewahren zudem eigene religiöse und musikalische Formen: Zur alabasternen Marienfigur Nuestra Señora del Rasedo, einer Figur aus dem 16. Jahrhundert, wird eine typische jota ceviqueña getanzt.

Bei der Prozession begleiten Danzantes den Zug, tanzen an den Altären und steigen tanzend die 96 Stufen der Iglesia de San Martín hinauf. Bei der Romería wird die Virgen del Rasedo in einer Prozession zu ihrer Ermita zurückgebracht; den Zug eröffnet ein traditioneller Wagenumzug.

Weitere Reiseziele: Monzón De Campos, Barrios de la Vega, Cervera De Pisuerga, Saldaña, Ledigos, Brañosera, Prádanos de Ojeda, Cordovilla La Real

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palencia.

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