Quintana del Castillo: Kirchen, Stausee und Berglandschaft

File:Embalse de Villameca en Quintana del Castillo.jpg File:Embalse de Villameca en Quintana del Castillo.jpg Foto: Hovallef via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Quintana del Castillo verbindet Baugeschichte, Wasserlandschaft und Berglandschaft. Im Ort steht die Pfarrkirche von Quintana del Castillo, die San Julián geweiht ist. Als steinerner Bau aus dem 18. Jahrhundert gehört sie dem Barockstil an. Ihr einschiffiger Grundriss folgt der Form eines lateinischen Kreuzes; im Querhaus trägt eine Kuppel Pendentifs. Für kulturgeschichtlich Interessierte liegen damit Widmung, Bauzeit und markante architektonische Formen direkt beieinander.

In Quintana del Castillo stehen sakrale Räume neben Burgfundamenten und Klostergeschichte. Für Kulturinteressierte entsteht daraus ein Themenfeld, das von kirchlicher Baugeschichte bis zu historischen Spuren reicht. Von der ehemaligen Burg San Cristóbal in Quintana del Castillo sind nur noch ihre massiven Fundamente erhalten. In Castro de Cepeda ist die Pfarrkirche San Pelayo Mártir geweiht; sie weist einen für das 18. Jahrhundert relevanten barocken und neoklassizistischen Charakter auf. In Ferreras ist die Pfarrkirche San Juan Bautista geweiht, und als barockes Element ist nur der Glockenturm erhalten. Ehemalige Befestigung und sakrale Architektur erscheinen so in deutlich unterschiedlichen Formen.

Auch am Cueto San Bartolo reicht die Geschichte weit zurück: Der Berg bewahrt die Geschichte eines Klosters, das die Hospitaliter des Johanniterordens um das 12. Jahrhundert auf seinem Gipfel errichteten. Bei La Veguellina sind sichtbare Überreste eines römischen Goldbergbaus erhalten, bei dem das Verfahren der „coronas“ angewandt wurde. In San Feliz de las Lavanderas wurde eine alte Mühle mit einem Dach aus Roggenstroh restauriert. Klostergeschichte, römischer Goldbergbau und restaurierte Mühle setzen dabei jeweils eigene historische Akzente.

Landschaft

Zur Landschaft gehört der Embalse de Villameca, der bis zu 20 Millionen Kubikmeter Wasser fassen kann. San Feliz de las Lavanderas gilt als „Mirador de La Cepeda“. Für Landschaftsinteressierte stehen hier Wasserreservoir und Aussichtspunkt als zwei eigenständige Themen nebeneinander.

Quintana del Castillo verbindet dabei den Stausee mit dem Aussichtspunkt und dem Berg. Wasser, Höhe und Landschaft bilden neben den Kirchen und historischen Spuren eine eigene thematische Seite des Ortes. So stehen in der Gemeinde unterschiedliche Landschaftsbilder und Kulturthemen nebeneinander.

Aktive Wege

Die Route La Isla en Villameca beginnt an der zweiten Staumauer des Embalse de Villameca und setzt damit einen klaren Ausgangspunkt am Stausee.

Der Cueto San Bartolo ist von Villameca aus über eine schmale Straße erreichbar, die bis zum höchsten Teil des Berges führt und für alle Fahrzeugtypen befahrbar ist. Zugleich ist der Aufstieg zum Cueto San Bartolo sehr steil. Auf dem Rückweg nach Quintana del Castillo erreicht man den Cueto San Bartolo, der ein natürlicher Aussichtspunkt ist. Straße, steiler Aufstieg und Aussichtspunkt gehören hier zu unterschiedlichen Aspekten desselben Berges.

Am Cueto San Bartolo treffen damit Straße, Berganstieg und Aussichtspunkt auf die überlieferte Klostergeschichte. Der Berg verbindet in Quintana del Castillo historische Spuren mit einer deutlich gegliederten Landschaft.

Radfahren

Die grünen Mittelgebirgslandschaften der Gemeinde Quintana del Castillo und die Nähe zum Embalse de Villameca sind für Radtouristen attraktiv.

Weitere Reiseziele sind San Martín del Camino, Santa Lucía de Gordón, San Juan De La Mata, Secarejo, Vegacervera, Ventosilla, El Acebo De San Miguel und Santa Marina De Somoza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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