Llanaves De La Reina: Schlucht, Wanderwege und Natur
Llanaves De La Reina steht mit der Hoz de Llánaves für eine Landschaft, deren Formen vom Wasser und von langen Zeiträumen geprägt sind. Die Hoz de Llánaves liegt zwischen Portilla de la Reina und Llánaves de la Reina und wurde über Jahrtausende durch die Wasser des Arroyo Naranco ausgeformt. Für Reisende, die Natur und Geschichte gemeinsam betrachten, liegen in Llanaves De La Reina konkrete Themen nebeneinander. Schlucht, Wasserlauf und die lange Entstehung der Hoz prägen das Landschaftsbild.
Natur
In der näheren Umgebung von Llánaves de la Reina, am Eingang zur La Hoz, befindet sich eine Schwefelwasserquelle, der heilende Eigenschaften zugeschrieben werden. Der Pozo Butrero ist ein See mit einem Umfang von 900 Metern. Schwefelwasserquelle und See treten damit als eigenständige Naturmotive neben der durch Wasser geformten Schlucht auf.
Wandern und Naturbeobachtung
Die PR-LE 23 ist eine Rundwanderung mit geringem Schwierigkeitsgrad und beginnt in Llánaves de la Reina. Sie erreicht die Pradera de los Pandos, von der aus sich ein spektakulärer Blick auf die Hoz de Llánaves bietet. Die Route führt zu einer Holzpasserelle, über die der Aussichtspunkt La Hoz de Llánaves zugänglich ist. Für Wanderinteressierte bilden Rundwanderung, Aussichtspunkt und Schlucht hier konkrete Motive innerhalb eines einzigen Routenverlaufs.
Auf der Route PR-LE 22 ist etwa im Mai eine spektakuläre Blüte des Capilote beziehungsweise der Narzisse zu sehen. Die Route PR-LE 24 bietet eine gute Umgebung zur Beobachtung von Greifvögeln, darunter dem Zwergadler, sowie von Hirschen. Neben der Wanderung zur Hoz kommen damit eine saisonal ungefähr eingeordnete Blüte und die Beobachtung von Vögeln und Hirschen hinzu.
Geschichte und Kultur
Die Cueva de Orpiñas ist eine archäologische Fundstätte und weist Stalaktiten und Stalagmiten auf. Für kulturgeschichtlich Interessierte verbindet sich an diesem Ort die archäologische Einordnung mit den sichtbaren Tropfsteinformen.
Eine weitere historische Perspektive eröffnet der Camino Lebaniego. Der Camino Lebaniego trägt auch die Bezeichnungen Ruta Leonesa und Camino Castellano und verläuft durch eine Landschaft, deren Ursprung bis ins frühe Mittelalter zurückreichen soll. Damals gehörte Liébana zum Königreich León. Die Route trägt damit mehrere Namen und ist zugleich mit einer zeitlich vorsichtig formulierten Landschaftsgeschichte sowie der Geschichte Liébanas verbunden.
Geografische Einordnung
Die Route Riaño–Puerto de Pandetrave–Puerto de San Glorio führt über Villafrea de la Reina, Los Espejos de la Reina, Barniedo de la Reina, Portilla de la Reina und Llánaves de la Reina zum Puerto de San Glorio. Der Puerto de San Glorio liegt auf 1.609 Metern Höhe und ist mit dem benachbarten Kantabrien verbunden. In dieser Folge steht Llánaves de la Reina zwischen mehreren genannten Orten und einem Pass, dessen Höhenlage und Verbindung mit Kantabrien festgehalten sind.
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