Las Médulas: Römische Bergbaulandschaft und Naturdenkmal

File:Las Medulas 11 by-dpc.jpg File:Las Medulas 11 by-dpc.jpg Foto: David Perez via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Römische Bergbaulandschaft

Las Médulas verbindet eine römische hydraulische Goldbergbau-Landschaft mit einer auffälligen Bergkulisse: Steile Einschnitte in den Berghängen und ausgedehnte Abraumflächen sind weiterhin sichtbar.

Die Archäologische Zone von Las Médulas umfasst mehr als 2.000 Hektar. Zu ihr gehören die Bergwerke, Abraumflächen, Dämme und hydraulischen Kanäle. Der zentrale Tagebau umfasst mehr als 10 Quadratkilometer; das hydraulische Kanal- und Leitungssystem erstreckte sich über mindestens 100 Kilometer.

Las Médulas ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Zum Naturdenkmal gehört mediterrane Vegetation mit Steineichen, Korkeichen, Erdbeerbäumen, Eichen und vor allem Kastanien.

Wege zwischen Dorf und Aussichtspunkten

Die Senda de Las Valiñas ist ein Rundweg ab dem Dorf Las Médulas, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad begangen beziehungsweise befahren werden kann. Über die Senda de Las Valiñas kann man vom Dorf aus in die Senda de Reirigo einsteigen; Erklärungstafeln erläutern geologische Aspekte und angewandte Bergbautechniken. Die Ruta de Los Poblados umfasst den Besuch der metallurgischen Siedlung von Orellán, eines römischen Dorfes, das mit Bergbau, Metallurgie und landwirtschaftlicher Produktion in Las Médulas verbunden ist. Die Senda Perimetral führt zum Mirador de las Pedrices und steigt anschließend zum Dorf Las Médulas hinab.

Der Mirador de Reirigo bietet den umfassendsten Blick auf den römischen Bergbau mit seinen bekannten rötlichen Einschnitten, Geröllwällen, Kanälen zur Abführung des Abraums und daraus entstandenen Teichen wie dem Lago Sumido. Der Mirador de Chaos de Maseiros ist vom Dorf Las Médulas über einen Weg mit geringem Schwierigkeitsgrad erreichbar, der an der Senda al Lago Somido vorbeiführt. Vom Mirador de Chao de Maseiros blickt man auf den Lago de Carucedo und auf die in der letzten Abbauphase entstandene Abraumhalde der Mine.

Die Ruta cicloturista – Monumento Natural de Las Médulas ist eine mittelschwere Fahrradroute über 17,7 Kilometer.

Lago de Carucedo und römische Spuren

Auf dem Lago de Carucedo kann man Kajak fahren; in der Nähe des Sees gibt es Verleihstellen für geeignetes Ausrüstungsmaterial. Zugleich spielt der Lago de Carucedo aufgrund seiner Bedeutung für Wasservögel eine wichtige Rolle im Vogelschutzkontext von Las Médulas.

In der Nähe des Lago de Carucedo liegt die Domus Romana de Pedreiras de Lago am Ufer des Sees als Teil des Kulturraums Las Médulas. Die Domus war wahrscheinlich das zentrale Verwaltungs- und Organisationshaus der römischen Goldminen. Ein 1,50 Meter breiter, zugänglicher Weg aus Betonplatten ermöglicht die Begehung der Anlage; eine Stegbrücke führt über die Überreste zu einem kleinen Pavillon, der einen Raum mit Resten von Wandmalereien schützt.

Die Cuevona kann über eine asphaltierte Strecke erreicht werden; anschließend folgt ein 100 Meter langer Abschnitt aus verdichtetem Erdreich mit Gefälle. Die Casa del Parque de Las Médulas bietet einen Überblick über das Naturdenkmal, Informationen zu Besuchsmöglichkeiten und interessanten Bereichen sowie audiovisuelle Ressourcen und Material zur Besuchsplanung.

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