Caín: Wege, Schlucht und Berggeschichte

File:S00 043 Caín, Ruta del Cares.jpg File:S00 043 Caín, Ruta del Cares.jpg Foto: Falk2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Kalkgipfeln und Cares-Schlucht

In Caín prägen hohe Kalksteingipfel das Landschaftsbild. Von hier aus verläuft die Ruta del Cares auf einem in den Fels gehauenen Weg durch Tunnel und über Brücken in der Schlucht des Río Cares. Die Route weist bemerkenswerte botanische und geologische Besonderheiten auf und verbindet eindrucksvolle Berglandschaft mit einer abwechslungsreichen Wegführung. Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Bildern der Ruta del Cares gehört die Puente de los Rebecos. Die sichtbare Verbindung aus Fels, Wasser, Tunneln und Brücken gehört damit ebenso zum Wegbild wie die hohen Gipfel rund um Caín.

Wanderwege mit Ausgangspunkt Caín

Die Senda de la Cueva de Santibañas (PR-PNPE 13) ist ein 4 km langer Rundweg, der in Caín de Abajo beginnt. Auf ihrem Verlauf führt sie durch den engen Durchgang El Sedo nach Caín de Arriba. Auch der Wanderweg von Caín nach Caín de Arriba beginnt und endet in Caín. Auf diesem Weg bietet sich ein Blick auf den Wasserfall El Bolugar. In der Nähe des Beginns der Ruta del Cares befindet sich eine der am besten erhaltenen Mühlen der Gegend. Der Rundweg misst vier Kilometer.

Alltag, Baukultur und Berggeschichte

Caín de Arriba bietet Ausblicke auf die Felswände von Torrecerredo und Llambrión. In Caín steht die kleine Kirche Santo Tomás, während die Gebäude des Ortes die traditionelle Bauweise mit Stein, Holz und Dachziegeln bewahren. Ebenfalls in Caín befindet sich eine der am besten erhaltenen Mühlen der Gegend. So liegen Naturraum, historische Bauformen und einzelne kulturgeschichtliche Ziele eng im Erlebnisraum rund um den Ort.

Die Cueva de Santibañas wurde traditionell zur Konservierung und Reifung von Lebensmitteln, insbesondere Käse, genutzt; heute ist sie nicht mehr in Gebrauch. An der Senda de la Cueva de Santibañas liegen außerdem die Höhlen von Llego. Sie dienten im Winter dazu, das von den Hochweiden herabgebrachte Vieh unterzubringen. Beide Orte verweisen auf frühere Formen der Vorratshaltung und Viehwirtschaft in der Bergwelt. Wer dem Verlauf der Senda folgt, trifft damit neben dem engen Durchgang El Sedo auch auf Spuren früherer Nutzung der Berglandschaft.

Mit Caín ist zudem Gregorio Pérez Demaría verbunden, der als „El Cainejo“ bekannt war und aus Caín stammte. El Cainejo, Gregorio Pérez Demaría, bezwang 1904 den Naranjo de Bulnes. Gregorio Pérez Demaría, der als „El Cainejo“ bekannt war, stammte aus Caín und bezwang 1904 den Naranjo de Bulnes.

Für die Orientierung vor Ort gibt es in Caín mehrere Parkbereiche. Für den Sommer ist außerdem ein Informationspunkt des Nationalparks vorgesehen. Damit treffen am Ausgangspunkt der Wege praktische Anlaufpunkte, überlieferte Berggeschichte und die besonderen Landschaftsformen der Cares-Schlucht aufeinander.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Posada De Valdeón.

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