Cacabelos zwischen Geschichte und Wegkultur

File:El río Cúa a su paso por Cacabelos (51230081439).jpg File:El río Cúa a su paso por Cacabelos (51230081439).jpg Foto: Gabriel Fdez. from San Miguel de las Dueñas (León), España via Source, CC BY 2.0

Cacabelos zwischen Geschichte und Wegkultur

Im Herzen von Cacabelos liegt das Museo Arqueológico de Cacabelos. Es beherbergt archäologisches und ethnografisches Erbe von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit. Für Ihren Rundgang ist das Museum ein historischer Anker, weil hier unterschiedliche Epochen und Lebensbereiche des Ortes zusammenkommen. Dort reicht der zeitliche Bogen von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.

Im Straßenbild setzt die Ruta Street Art Cacabelos einen anderen Akzent. Sie führt durch die Straßen von Cacabelos und umfasst acht Graffiti von acht verschiedenen Künstlern; sie regt zur Reflexion über aktuelle ästhetische, soziale und intellektuelle Fragen an. Ein historisches Bauwerk ist die heutige Brücke von Cacabelos. Sie hat sechs Gewölbe aus Quaderstein und stammt aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Bei einer Ortsbesichtigung lassen sich damit Graffiti im Straßenraum und eine Brücke mit klar erkennbaren historischen Bauelementen als unterschiedliche Seiten von Cacabelos wahrnehmen.

Ein archäologischer Schwerpunkt ist das Yacimiento Arqueológico de la Edrada. Es wurde 1994 zum Kulturgut von besonderem Interesse erklärt. Die archäologische Fundstätte ist eine römische Siedlung, die mit Bergidum Flavium identifiziert wird. Im Umfeld von Cacabelos ist Castro Ventosa ein Oppidum beziehungsweise eine befestigte Siedlung, die als eine der bedeutendsten Castros im Nordwesten der Iberischen Halbinsel gilt. So reicht der Blick über Cacabelos hinaus zu einem weiteren historischen Ort im Umfeld, während die Edrada unmittelbar als archäologischer Bezugspunkt der Gemeinde erscheint.

Auch der Jakobsweg gehört zum Ortsbild: Er verläuft durch Cacabelos über fünf Kilometer bis Pieros. In Cacabelos gibt es das öffentliche kommunale Pilgerhospiz Santuario de la Quinta Angustia, das ausschließlich Pilgern des Jakobswegs mit Pilgerausweis vorbehalten ist und am Ortsausgang liegt. Das Santuario de la V Angustia wurde im 18. Jahrhundert zu Ehren der Virgen de la V Angustia, der Schutzpatronin der Gemeinde, errichtet und besitzt bemerkenswerte Altarretabel, Bildwerke und Gemälde. Der Wegverlauf und die beiden benannten Sakralorte setzen dabei unterschiedliche Akzente für die Beschäftigung mit Cacabelos.

Auf den Märkten von Cacabelos, die am 9. und 26. jedes Monats sowie am ersten und dritten Montag jedes Monats stattfinden, kann man den Pulpo der bekannten Pulpeiras de Cacabelos probieren. Die festen Monatstage geben der Ortsplanung einen konkreten zeitlichen Bezug. Von Cacabelos aus gibt es zehn Routen zum Wandern und Radfahren. Die Ruta de los Molinos umfasst sechs Gebäude mit wasserbetriebenen Kanal-Mühlen; die Gebäude beherbergen jeweils die Mühle selbst, eine Wohnung und ein Lager. Sie beginnt an der Plaza del Santuario, verläuft am linken Ufer des Flusses in Richtung Quilós über die Flusspromenade zu den Mühlen von Villabuena in Pico da Vila und führt über Arborbuena zum Ausgangspunkt zurück. Unterschiedliche Routenlängen und der beschriebene Rückweg eröffnen eigene Möglichkeiten für die Etappenplanung.

Weitere Orte im gemeinsamen Reisegebiet: Carrocera, Canales, Santa Marina Del Rey, Sena De Luna, Astorga, Riaño, Rioseco De Tapia und Gusendos De Los Oteros.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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