Brimeda: Kirchen, Bergbaugeschichte und stille Dorfstraßen

File:Iglesia de San Esteban1, Brimeda.JPG File:Iglesia de San Esteban1, Brimeda.JPG Foto: Rodelar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Talraum zwischen Hochebene und Bergen

Brimeda liegt im Endabschnitt des Tals des Flusses Argañoso. Das kleine Tal wird im Norden von einer Reihe ost-westlich ausgerichteter Erhebungen begrenzt. Die Höhen von El Sierro markieren die südliche Grenze des unteren Argañoso-Tals und erreichen eine maximale Höhe von 971 Metern über dem Meeresspiegel. Der Hügel El Montote erreicht eine maximale Höhe von 1.025 Metern über dem Meeresspiegel. Brimeda liegt in einer Übergangszone zwischen der kastilischen Hochebene und den Bergen.

Kirchliche Geschichte und alte Ortsdetails

Brimeda wurde um 853 neu besiedelt und war ein traditionelles Lehen des Bistums. In Brimeda gab es ein frühes, dem heiligen Martin gewidmetes Kloster. Der Eisenbergbau wurde hier bereits im 12. Jahrhundert erwähnt. Im Coto Los Llanos befand sich ein kleiner Eisenabbau. Wiederbesiedlung, bischöfliches Lehen, Kloster und Eisenerz verbinden sich damit zu unterschiedlichen historischen Ebenen, die im Ort nebeneinanderstehen.

Ein Spaziergang durch die ruhigen Straßen von Brimeda führt zu alten Steinhäusern mit Galerien mit Balustraden. An alten Türen finden sich handwerklich gefertigte Eisenbeschläge und Katzenklappen. Im zur Kirche hinaufsteigenden Ortsteil stehen neben einem gut gepflasterten Brunnen ein Beschlagbock und eine Schmiede. So treffen an den Häusern und Straßen architektonische Einzelheiten auf konkrete Zeugnisse des Handwerks: Galerien, Türen, Brunnen, Beschlagbock und Schmiede prägen verschiedene Abschnitte des Ortsbilds.

Kapelle und Kirche San Esteban

Im tiefer gelegenen Bereich ist der Tempel eine Kapelle und dient als Pfarrkirche. Die Kapelle beherbergt eine Figur des heiligen Blasius mit nahezu schwarzer Hautfarbe. Die an der Hanglage stehende Kirche in Brimeda ist die Kirche San Esteban. Sie besitzt einen Außen-Glockenstuhl mit einer riesigen Glocke und einen kassettengeschmückten Portikus. An ihre Nordwand ist ein alter Friedhof angebaut; durch eine inzwischen zugemauerte Bogentür war er mit der Kirche verbunden. Die tiefer gelegene Kapelle und San Esteban stehen damit für zwei unterschiedliche sakrale Orte innerhalb Brimedas, deren Lage und bauliche Details eng mit der Ortsstruktur verbunden sind.

Eisenerz und sichtbare Bergbauspuren

Der historische Eisenerzabbau in Brimeda dauerte nur vier Jahre. Er erfolgte über einen einzigen vertikalen Schacht, der 160 Meter tief wurde, sowie über senkrecht dazu verlaufende Stollen von bis zu 700 Metern Länge. Am Ortsausgang von Brimeda sind Bergbaureste an der Straße nach Bonillos, Requejo und den „blauen Dörfern“ sichtbar. Neben Kirchen, Steinhäusern und alten Handwerksdetails gehört damit auch die kurze, technisch markante Bergbauphase zu den konkreten Spuren, die Brimeda als Ort im Argañoso-Tal charakterisieren.

Weitere Orte zur Reiseplanung: San Juan De La Mata, Igüeña, Sahagún, Santa Colomba de las Arrimadas, Vegaquemada, La Candana De Curueño, Val De San Lorenzo, San Juan de Paluezas

Zur übergeordneten Reiseübersicht: León.

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