Anllares zwischen Naturlandschaft und Kultur

Natur und Kultur in Anllares

Anllares verbindet das Wandern in der Naturlandschaft mit einer vielfältigen Folge aus Kapelle, Skulptur, Castro und volkstümlicher Architektur. Landschaft und Geschichte stehen dabei als unterschiedliche, aber eng aufeinander bezogene Themen nebeneinander. Die Naturbezüge reichen vom Miro de Páramo bis zum Lago del Miro, während die kulturellen Spuren vom späten 13. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert führen. So erhält Anllares seinen eigenen Charakter aus Landschaft, religiöser Kunst und ländlicher Baukultur.

Wandern mit Blick auf die Sil-Schlucht

In Anllares kann man wandern und dabei die Naturlandschaft genießen. Die Ruta del Miro, auch „Pico Cheiroso“ genannt, ist allerdings nicht für unerfahrene Wanderer geeignet. Vom Miro de Páramo bietet sich ein hervorragender Blick auf die Sil-Schlucht und die Dörfer der Gemeinde. Schlucht und Dörfer bilden damit die prägenden Landschaftsbezüge dieses Aussichtspunkts und geben dem Wanderthema eine klar erkennbare Perspektive.

Der Lago del Miro ist ein schöner See glazialen Ursprungs. Zusammen mit dem Miro de Páramo stehen damit zwei unterschiedliche Naturmotive im Mittelpunkt: hier der Blick auf die Sil-Schlucht und die Dörfer der Gemeinde, dort ein See, dessen Ursprung in der Vergletscherung liegt. Beide Bezüge ergänzen die Naturlandschaft, ohne dass sie auf dasselbe Erlebnis reduziert werden müssen.

Kapelle, Skulptur und historische Spuren

Die heutige dem heiligen Bernardino geweihte Kapelle in Anllares wurde unter Nutzung des Standorts und einiger Materialien der früheren Kapelle errichtet. Ihre Geschichte ist damit unmittelbar mit einer früheren Kapelle verbunden, während die heutige Weihe dem heiligen Bernardino gilt. Eine eigene kunsthistorische Spur bildet die Virgen gótica de Anllares. Sie ist eine vergoldete Holzskulptur aus dem volkstümlichen gotischen Stil des späten 13. Jahrhunderts.

Auch die Verbindung mit dem Haus der ehemaligen Königin von León, Doña Urraca, gehört zum historischen Charakter von Anllares. Im Süden von Anllares befindet sich außerdem ein kreisförmig angelegtes Castro. Hinzu kommen Beispiele volkstümlicher Architektur aus dem 18. Jahrhundert. Kapelle, Skulptur, Castro und Architektur stehen damit für verschiedene Formen, in denen sich die Geschichte des Ortes zeigt, ohne auf eine einzelne Epoche beschränkt zu sein.

Festtage im Gemeindegebiet

Am 5. August, dem Festtag der Virgen gótica de Anllares, wird sie zu ihrem Heiligtum gebracht. Im Gemeindegebiet von Páramo del Sil wird San Bernardo am 20. Mai gefeiert. Ebenfalls im Gemeindegebiet von Páramo del Sil wird Las Nieves am 5. August gefeiert. Die beiden Augusttermine liegen am selben Tag, bezeichnen aber unterschiedliche festliche Bezüge: einmal die Virgen gótica de Anllares und einmal Las Nieves. Zusammen mit dem Fest San Bernardo am 20. Mai erweitern diese Termine den kulturellen Kalender um religiös geprägte Anlässe.

Im Gemeindegebiet von Páramo del Sil steht außerdem die Casa de la Indiana, ein herrschaftliches Haus aus dem 18. Jahrhundert. Damit treten neben der volkstümlichen Architektur von Anllares auch herrschaftliche Bauformen aus derselben Epoche hervor. Anllares lässt sich so über Naturlandschaft, Wanderbezüge, religiöse Kunst, historische Verbindungen und unterschiedliche Architekturformen entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Páramo Del Sil.

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